Geschützte Objekte können lästig werden, wenn sie ungenutzt dastehen und verfallen

Unbequeme Denkmäler

Lokschuppen in Eltmannshausen: Ein verfallendes Gebäude, das seine Funktion verloren hat und denkmalgeschützt leer steht, weil keiner anderen Nutzung zuzuführen. Foto: Stadtarchiv

Werra-Meissner. Das Motto des diesjährigen Tages des offenen Denkmals lautet „Jenseits des Guten und Schönen - unbequeme Denkmäler?" Damit soll eine Diskussion angeschoben werden

Was soll aus welchen Gründen erhalten werden?

Aus dem Werra-Meißner-Kreis dabei sind:

• Eschwege: Fotoausstellung im Stadtmuseum, 14 bis 17 Uhr. Die Ausstellung ist eine subjektive Auswahl von Objekten in Eschwege und seinen Stadtteilen, deren Zustand zum Teil problematisch ist. Zwei von ihnen sind nicht offiziell als Kulturdenkmal eingestuft, gehören aber zum kulturellen Erbe der Stadt.

„Denkmäler können unbequem sein, weil sie an etwas erinnern, was uns unangenehm ist und womit wir nichts zu tun haben wollen“, sagt Stadtarchivar Dr. Karl Kollmann. Auch in Eschwege gebe es hierfür genügend Beispiele. Auch Kirchen werden zunehmend funktionslos, entwidmet, verkauft und sind als Denkmal nur schwer anderweitig nutzbar. Unbequem sind auch Denkmäler, die sich den gängigen Kriterien von Schönheit widersetzen. Geöffnet sind auch Denkmäler, die mit dem Motto nicht direkt etwas zu tun haben.

Samstag 20 bis 23 Uhr kann man durch das Museum wandeln und manche Objekte nur im Schein von Kerzen und Petroleumlampen erkennen können. Man bekommt dadurch eine Vorstellung, wie dunkel die Nächte vor der Einführung von elektrischem Licht und Gaslaternen waren.

• Hessisch Lichtenau: Führung zu verschiedenen Kleindenkmälern. Treffen um 14 Uhr Straßenbahnhaltestelle Bürgerhaus. • Fürstenhagen: Lenoir-Museum. Geöffnet 9 bis 18 Uhr, stündliche Führungen.

• Schwebda: Schloss Wolfsbrunnen. Geöffnet 10 bis 22 Uhr, Führungen um 11, 14 und 17 Uhr.

• Neu-Eichenberg: Rittergut von Bischoffshausen. Geöffnet 14 bis 17 Uhr, Führungen zum Garten und Park.

• Witzenhausen: Schloss Berlepsch. Geöffnet 11 bis 18 Uhr, Führungen alle 20 Minuten.

• Ermschwerd: Wohnhaus.

Von Helmut Mayer

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