Unfälle im Kreis kosten jährlich 35 Millionen

Werra-Meißner. Mehr als 35 Millionen Euro volkswirtschaftliche Kosten sind im vergangenen Jahr allein im Werra-Meißner-Kreis durch Unfälle entstanden. Das geht aus dem Verkehrbericht hervor, der gestern vom Leiter des Verkehrsdienstes, Polizeihauptkommissar Rüdiger Willich, vorgestellt wurde.

Diese Summe beinhaltet neben Blechschäden von sechs Millionen Euro den Einsatz der Rettungskräfte sowie Folgekosten durch beispielsweise Krankenhausaufenthalte, Arbeitsausfälle und Rentenzahlungen. „Verkehrsüberwachungen finden daher nicht statt, um die Taschen des Staates zu füllen, sondern weil der Schaden, der oftmals schon menschlich nicht wieder gutzumachen ist, auch finanziell sehr belastend ist“, sagte Polizeidirektor Thomas Beck. Deswegen sei es umso erfreulicher, dass es mit 2191 Unfällen im vergangenen Jahr 86 weniger gegeben habe als 2015. Dies führte Beck auf den Straßenausbau und langfristige Verkehrsüberwachungen zurück. „Ohne ist dem Wildwuchs Tür und Tor geöffnet.“

Die Zahl der Verkehrstoten sank von neun auf vier. Das sei laut Beck immer noch zu viel: „Die einzige Zahl, die dort stehen darf, ist eine Null. Schließlich hängen Schicksale daran.“ Dass es mit 102 Schwerverletzten im vergangenen Jahr 15 mehr gab als 2015, liege daran, dass ein Unfallopfer als schwer verletzt gilt, sobald es die Nacht im Krankenhaus bleibt – auch, wenn dies nur zur Kontrolle geschehe. Die Zahl der Leichtverletzten sank hingegen um 47 auf 305.

Etwas enttäuscht zeigte sich Beck angesichts des – wenn auch recht geringen – Anstiegs der Zahl von Kindern unter den verunfallten aktiven Verkehrsteilnehmern von neun auf 13. „Das nagt schon, wenn Sie als Radfahrer einen Unfall haben, weil Sie über unsere Verkehrserziehung geschult wurden.“ Er appellierte an die Eltern, ebenfalls auf die richtige Fahrweise der Kinder zu achten.

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