Interview mit The Hammocks

Unser erstes großes Festival

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Vier Jungs aus Hofheim am Taunus, die sich nicht mit dem heutigen Standard-Elektro-Indie zufrieden geben - das sind die Hammocks. Sie spielen heute um 17.45 Uhr auf der Seebühne.

The Hammocks spielen zum ersten Mal auf einem großen Festival wie dem Open Flair. Sie eröffnen am Donnerstag das Flair musikalisch um 17.45 Uhr auf der Seebühne.

Seit wann gibt es die Hammocks, woher kommt die Band und wie kommen Sie zu Ihrem Namen?

Matthias Ellinger: Uns gibt es seit drei Jahren. Wir kommen alle aus Frankfurt und dem näheren Umfeld. Mit Torsten Thümmler habe ich bereits vor den Hammocks Musik gemacht. Timm Dodenhöft ist schon seit meiner Kindheit ein sehr guter Freund von mir, gespielt haben wir zuvor aber noch nicht miteinander. Gemeinsam mit Fredi Thümmler haben wir die Hammocks gegründet. Der Name ist mehr oder weniger Zufall. Timm hatte die Idee, eine tiefere Bedeutung gibt es aber nicht.

Wo ordnen Sie Ihren Auftritt beim Open Flair selbst ein?

Ellinger:  Ich denke schon, dass das unser bisher größter Auftritt wird. Wir haben bisher in einigen Clubs und auf regionalen Festen gespielt und waren Vorgruppe von Auletta. Aber das Open Flair ist unser erstes großes Festival.

Wie sind Sie zu dem Engagement gekommen?

Ellinger:  Wir haben den Bandcontests im Rahmen der Wintersause in Kassel und damit den Festivalauftritt gewonnen. Der Auftritt in Kassel kam wiederum aufgrund einer Anfrage eines Radiosenders zustande. Das kam alles relativ kurzfristig zustande und wir waren ziemlich überrascht, als wir gewonnen hatten.

Wie würden Sie Ihre eigene Musik beschreiben?

Ellinger: Da gibt es verschiedene Einflüsse, die unseren Stil prägen. Es fällt mir aber schwer das Ganze in ein bestimmtes Genre einzuordnen. Am ehesten ließe sich unsere Musik noch als Indie-Rock beschreiben, mal melodisch, mal in Verbindung mit härteren Elementen. Wir versuchen vielseitig zu sein. Am Besten ist es aber einfach mal selbst reinzuhören.

Warum sind Ihre Texte in Englisch?

Ellinger:  Englisch liegt uns mehr, weil die Musik, die wir hören und die uns prägt, aus dem englischsprachigen Raum kommt.

Welches sind Ihre musikalischen Vorbilder?

Ellinger:  Da gibt es sehr sehr viele. Die Strokes höre ich schon seit Ewigkeiten. Aber auch die Musik wie die von den Foals haben uns geprägt. Daneben hören wir aber auch gerne die Black Keys, Tame Impala, Beatles oder Led Zeppelin. Ultimative musikalische Vorbilder gibt es aber nicht.

Wie entstehen die Stücke?

Ellinger:  Die Ideen hat meistens Timm. Erst kommt das Instrumentale, dann der Text. Vieles schreiben wir zusammen oder diskutieren den Ablauf der Songs. Jedes Bandmitglied nimmt Einfluss auf die Songs.

Wie sieht das Programm beim Open Flair aus?

Ellinger:Für heute Abend haben wir uns einiges vorgenommen und uns ein besonderes Programm überlegt, damit es richtig knallt.

Die Hammocks werden das Festival musikalisch eröffnen. Ist das eine Last oder eher eine leichte Aufgabe?

Ellinger:  Das ist schwer zu sagen. Ich glaube aber, es ist eher einfacher, gleich zu Beginn aufzutreten. Wenn wir erst am Samstag dran wären, würde das Lampenfieber wahrscheinlich ordentlich in die Höhe gehen. Und so können wir das Festival nach unserem Auftritt als Besucher genießen.

Waren Sie in den vergangenen Jahren schon als Besucher bei dem Festival?

Ellinger:  Nein, aber Freunde von uns. Die sind jedes Jahr hier. Wir werden gemeinsam eine gute Zeit haben und gemeinsam auf dem Campinggelände zelten.

Worauf freuen Sie sich sonst noch?

Ellinger:  Ich bin mal auf die anderen Bands gespannt. Mal sehen, wer so alles hier ist und ob sich Kontakte ergeben. Am Sonntag spielt Korn; es wäre schon geil, die hinter der Bühne zu treffen. Und ich freue mich auf die Beatsteaks und Bush. Ich lass mich mal überraschen.

Von Harad Sagawe

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