Unternehmensnetzwerk NIWE bildet in Eschwege Azubis am Roboter und 3D-Drucker aus

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Arbeiten mit dem Roboter: Ausbildungsleiter Michael Stey (links) erklärt Fachoberschul-Praktikant Achim Moog die Funktionsweise des Roboters.

Das Unternehmensnetzwerk NIWE bildet im Trainingszentrum Industrie 4.0 bei Präwema in Eschwege am Roboter und am 3D-Drucker aus. Auch Azubis anderer Firmen kommen hierher.

Ausbildungsleiter Michael Stey erklärt Achim Moog die Bedienung der Roboter-Fernbedienung. Der Fachoberschul-Praktikant setzt den Arm mit wenigen Handgriffen in Bewegung. Der Roboter greift einen Zeichenstift, schwenkt zur gegenüberliegenden Seite der Schulungszelle und führt die programmierten Schritte aus. 

Im Lehrplan der Metall- und Elektroberufe sind die Inhalte nicht verpflichtend vorgesehen. In Kooperation mit der Kreisstadt Eschwege wurde für fast 24 000 Euro ein Schulungsroboter angeschafft, der 3D-Drucker soll jetzt folgen.

Für die Ausbildung: Daniel Kerlin von der Herstellerfirma zeigt Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad und Ausbildungsleiter Michael Stey (von links) den 3D-Drucker.

„Das ist eine Zusatzleistung über den Ausbildungsplan hinaus“, sagt Michael Stey, „wir bieten diese Zusatzqualifikation verpflichtend an.“ Vermittelt werde Grundlagenwissen der Robotersprache und der Programmierung, erklärt der Ausbildungsleiter. Für Eschweges Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad ist das ein wichtiges Argument beim Werben um Auszubildende. „Wir geben den jungen Leuten das Signal, dass in den Unternehmen im Netzwerk zukunftsorientiert ausgebildet wird, dass sie auch hier in der Region eine hochwertige Ausbildung bekommen und dafür den Werra-Meißner-Kreis nicht verlassen müssen“, sagt Conrad. Mit dem 3D-Drucker wollen die Ausbilder an die Schulung an der Roboter-Zelle anknüpfen. Zwischen 4000 und 8500 Euro kostet ein geeignetes Modell. „Grundsätzlich“, erklärt Daniel Kerlin von der Herstellerfirma Fabmaker, „kann mit dem 3D-Drucker nahezu jedes Material verarbeitet werden, bei dem der Aggregatzustand veränderbar ist.“ In der praxisorientierten Fertigung sei die Produktion von Prototypen, von Einzel- und Ersatzteilen sowie von Kleinserien mit einem 3D-Drucker sinnvoll.

Für Conrad ist die Investition in den Fachkräftenachwuchs der Schlüssel zu Erfolg und Nachhaltigkeit in der Eschweger Technologiepolitik. „Der Wirtschaftsstandort muss ein attraktiver Ort für gut ausgebildete Fachkräfte bleiben“, sagt er.

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