Bundespolizei Eschwege

Unterricht unter Coronabedingungen - so läuft es am Bundespolizei-Standort Eschwege 

Blick in einen Klassenraum: Schüler und Schülerinnen sitzen mit Masken an Tischen.
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Auch im Unterricht herrscht Maskenpflicht: „Wir lüften häufiger und machen zwischendurch auch mal eine Pause, wenn es bei hohen Temperaturen unangenehm wird“, sagt der stellvertretende Dienststellenleiter Axel Gröbner.

Das Gelände der Bundespolizei zu betreten war noch nie einfach. Anmelden musste man sich immer. Teil des Hygienekonzeptes ist es jetzt, Selbstauskünfte über seinen Gesundheitszustand zu geben.

Eschwege – Zeigt man Symptome wie Husten oder Fieber, war man in einem Risikogebiet oder hatte man Kontakt zu einem Coronainfizierten? Das Prozedere gilt nicht nur für Besucher, sondern auch für die Polizeischüler. Mit Erfolg: Bislang gab es im Aus- und Fortbildungszentrum in Eschwege noch keinen Coronafall.

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Covid-19 mit in den Standort bringt, ist nicht gering. Die rund 250 Polizeischüler kommen aus ganz Deutschland und verbringen ihre Wochenenden oft zu Hause. „Sicher hatten wir Verdachtsfälle, die haben sich nach einem Test aber nicht bestätigt“, berichtet der Dienststellenleiter Dr. Alexander Hofsommer.

Die Abstands- und Hygieneregeln werden nach dem Passieren des Eingangstores fortgesetzt. Auf dem Gelände dürfen die Masken nur abgesetzt werden, wenn der Abstand eingehalten wird. Auf den Fluren der Gebäude herrscht Maskenpflicht, in den Büros die Abstandsregel.

Überall stehen Hinweise und Desinfektionsmittel bereit. Alle Vorgaben werden diszipliniert eingehalten. Auch im Unterricht in den neuen, klimatisierten Lehrsälen, behalten die Schüler den Mund-Nase-Schutz auf. „Wir lüften häufiger und machen zwischendurch auch mal eine Pause, wenn es bei hohen Temperaturen unangenehm wird“, sagt der stellvertretende Dienststellenleiter Axel Gröbner.

Die vier neuen Lehrsäle sind rechtzeitig zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres fertig geworden. Am 1. September sind 78 neue Polizeischüler nach Eschwege gekommen. Sie kommen in den Genuss der neuen Räume in der ehemaligen Kfz-Werkstatt, die in den vergangenen Monaten saniert wurden.

„Die hessische Landesbauverwaltung konnte einige Firmen aus der Region mit den Aufträgen betrauen“, sagt Ralf Germerodt, in Eschwege zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Für bis zu 32 Schüler bieten die Räume Platz. Zum bisherigen Höhepunkt der Pandemie im Frühjahr waren die Lehrsäle noch nicht fertig. Die Lehrer mussten improvisieren.

Unter anderem wurde der Mattenraum in der Sporthalle zu einem großen Unterrichtsraum umfunktioniert. „Hallensport konnten wir in dieser Zeit ohnehin nicht anbieten“, sagt Gröbner.

Mit den Leistungen der Prüflinge in diesem Jahr ist die Bundespolizei zufrieden. In der Vorbereitung haben sich die Ausbilder auf die Kernfächer wie Staats- und Verfassungsrecht, Einsatzrecht und -lehre sowie Kriminalistik konzentriert. Deswegen habe es keinen Leistungsabfall „zu den normalen Jahren“ gegeben.

Die Praktika für die Polizeischüler im zweiten Ausbildungsjahr, die in Grenzgebieten, an Flughäfen und Bahnhöfen sowie bei der Bereitschaftspolizei in der gesamten Republik stattfinden, konnten wie gewohnt abgeleistet werden. „Wir sind gut durch die Krise gekommen“, bilanziert Hofsommer, der seit Mai Dienststellenleiter in Eschwege ist. (Von Tobias Stück)

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