Helfer sind voll motiviert

Erste Bilanz: Viel Unterstützung für die Kleiderkammer für Flüchtlinge

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So, wie es geplant war: Deutsche und Flüchtlinge arbeiten eng zusammen. Aylin Abhau von „Eschwege hilft“ koordiniert hier die Helfer im ehemaligen Supermarkt.

Eschwege. Dutzende Helfer sortieren jetzt seit einer Woche täglich viele Stunden die hereinkommenden Spenden für Flüchtlinge, die in der Notunterkunft in Eschwege ankommen.

Zwischen 16 und 78 Jahre alt sind die Freiwilligen, die jeden Tag mithelfen. „Alle sind hochmotiviert“, sagt Binca Cardoso, die die Initiative „Eschwege hilft“ mit Aylin Abhau und Karl Montag ins Leben gerufen hat. „Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft, könnten aber noch mehr Helfer gebruachen“, sagt Cardoso. Die Spendenbereitschaft ist nämlich nach wie vor riesig.

Volle Regale: Die Spendenbereitschaft der Eschweger und aus der Umgebung war in der ersten Woche riesig.

Die anfangs geplanten Öffnungszeiten (dreimal wöchentlich je drei Stunden) sind längst aufgehoben. Mittlerweile kann man täglich abegeben. Die großen Spendenberge wären in dieser Zeit nicht zu bewältigen. „Zum Teil wurden ganze Lkw-Ladungen angeliefert, die von Schulen, Kindergärten oder auch privaten Initiativen zusammengetragen wurden“, sagt Cardoso. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) funktioniere reibungslos. Ein Problem stellt die dezentrale Lage der Kleiderkammer im ehemaligen Taufrisch-Markt bei der Neustädter Kirche da. Rund vier Kilometer liegen zwischen der Sortierstelle und der Notunterkunft in der Helgoländer Straße. Die Flüchtlinge mussten bislang in einem Kleinbus hin und her gefahren werden. Deswegen wurde eine Dependance für die Verteilung direkt in der Unterkunft im Friedola-Gebäude eingerichtet. Gesammelt wird jedoch weiterhin im Markt.

„Große Freude herrschte bei Flüchtlingen und Helfern bei der ersten Verteilung der Spenden“, sagt Bianca Cardoso. Mit Hilfe der spontan eingesprungenen Übersetzer waren schnell die benötigten Dinge gefunden und verpackt. Da sich unter den Flüchtlingen überwiegend junge (schlanke) Familien befinden, zeichnet sich schon jetzt ab, dass es bei einigen Kleidungsstücken zu Engpässen kommt.

Das wird aktuell gebraucht:

• Bekleidung für junge Männer bis max. Gr. M/L, (besonders schmale Hosen)

• Jogginghosen und Schlafanzüge für alle

• Neue Unterwäsche für alle (Kinder alle Größen, Damen bis max. Gr. 42, Herren bis max. Gr. 5)

• Kleine Nähsets aus dem Hotelbedarf.

• Taschen/ Koffer

• Regenjacken.

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