Vandalismus an Vogelstation in Oberhone

Völlig zerstört: Eigentlich sollten hier Vögel im Winter Futter finden, doch Unbekannte haben die Futterstation bei Oberhone völlig demoliert. Foto: privat

Oberhone. „Stumm und fassungslos“ – so beschreibt Dieter Pröger seine erste Reaktion. Der ehrenamtliche Vogelschutzbeaufragte der Kreisstadt Eschwege wollte zur Winterfütterung den Futterautomaten im Stadtteil Oberhone auffüllen – doch zum Befüllen war nichts mehr da. Unbekannte hatten die Futterstation für Vögel am Verbindungsweg zwischen den Stadtteilen Oberhone und Heuberg zerstört.

„Die haben ganze Arbeit geleistet, der Automat ist total zerschlagen worden“, schildert Pröger.

Und das nicht zum ersten Mal: Bereits im vergangenen Winter sei dieser Automat bereits Opfer einer Zerstörungswut gewesen. Ebenfalls vor Kurzem sei eine baugleiche Futterstation im Stadtteil Niederhone Opfer von Vandalismus geworden. „Der Automat wurde zerstört und in das Flussbett der Wehre geworfen“, sagt Pröger.

Die Futterstationen bestehen aus einem verzinkten Eisenrohr, welches in einem Betonfundament eingelassen ist, sowie dem zu befüllenden Oberteil aus Holz. Den Schaden schätzt Pröger pro Automat auf etwa 250 Euro.

„Wir Vogelschützer leben das ganze Jahr mit solchen Zerstörungen“, sagt Pröger. Neben den Futterautomaten seien unter anderem häufig auch Nistkästen, Insektenhotels und Hinweisschilder Ziel der unbekannten Zerstörer. „Alles Dinge, die wir über das Jahr verteilt mit viel Liebe und Hingabe gebaut und aufgestellt haben“, betont Pröger. Er hat den aktuellen Schaden an die Stadt Eschwege weitergeleitet, eine Anzeige gegen Unbekannt wird bei der Polizei gestellt. Gemeinsam mit seinen Vogelschutzkollegen appelliert Pröger an Jogger und Spaziergänger, die etwas Verdächtiges beobachten, dies dem jeweiligen Vogelschutzbeauftragten oder direkt der Polizei zu melden. 

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