Inklusion wichtiges Thema

Verein für seelische Gesundheit betreibt seit 20 Jahren Wohnheime in Eschwege

Das Betreuerteam im Wohnheim: Jil Strida, Rolf Fischbach, Christiane Töpfer, Maximilian Kockel, Jana Voss, Susan Kohrock-Zamporlino, Ulrich Schirmer, Sandra Decke, Marina Scheerder und Hündin Frida. Foto: Ebel

Eschwege. Bürgermeister Alexander Heppe wies am Freitagnachmittag in Eschwege während des Sommerfestes bei Aufwind, dem Verein für seelische Gesundheit, auf die Bedeutung der Wohnanlage für Menschen mit seelischer Behinderung hin. Die Inklusion der Bewohner in die Kreisstadt sei auch in der Nachhaltigkeit ein besonders wichtiges Thema.

Umso mehr freuten sich Bewohner und Mitarbeiter von Aufwind über das mittlerweile 20-jährige Bestehen der Wohnheime in Eschwege. Neben der Anlage am Neustädter Kirchplatz, in der acht Menschen betreut wohnen, wurde an der Anlage im Brühl, mit zwölf dauerhaften Bewohnern, gefeiert. Der Innenhof bot eine tolle Kulisse, und so waren gute Plätze rar. Die Vielschichtigkeit der Bewohner erfordert von den Mitarbeitern von Aufwind besonderes Fingerspitzengefühl. So ist allein der Altersquerschnitt von 27 bis 83 Jahren groß gefächert. Weiterhin betont Ulrich Schirmer, Betreuer im Wohnheim am Brühl, die Flexibilität der Betreuung. „Manchmal brauchen unsere Bewohner einfach nur ein klein wenig Hilfe, um den Tag zu planen, andererseits kann auch eine permanente Kontrolle vonnöten sein“, stellt Schirmer klar.

Das Team der Betreuer, das aus Pflegekräften, Sozialarbeitern und Ergotherapeuten besteht, versucht, sich im Alltag so zurückzuhalten, dass die meisten Dinge des normalen Lebens selbst erledigt werden. Ein wichtiger Aspekt ist zum Beispiel die Medikamenten-Organisation, die durch die einzelnen Bewohner selbstständig erledigt wird. Nicht nur die Regelmäßigkeit der Einnahme, auch das Bewusstsein für die eigene Dosierung soll hier unter Kontrolle vermittelt werden.

Die Freizeitgestaltung wird durch viele Angebote attraktiv gestaltet und so kann vom Fahrradfahren an der Werra bis zum Work-out im Fitnessstudio einiges genutzt werden. Wichtiger Grundsatz im alltäglichen Leben bei Aufwind ist: Arbeiten in der Gemeinschaft – für die Gemeinschaft. Zusammen funktioniert halt vieles einfacher, wie auch bei dem wundervollen Sommerfest, über das sich alle Beteiligten besonders freuten. (me)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare