Dieselskandal

FWG erinnert: VW-Dieselfahrer können Vergleich bis 30. April annehmen

Die Freien Wähler Werra-Meißner betonen beim laufenden Vergleichsangebot von Volkswagen die Dringlichkeit für Kunden, da die Frist zur Registrierung am Donnerstag, 30 April, endet.

„Wir freuen uns mit den betroffenen Dieselfahrern aus der Region über das Osterei in dieser besonderen Zeit“, erklärt Dr. Claus Wenzel, Kreisvorsitzender der Freien Wähler Werra-Meißner, die Betroffene im Landkreis lange Zeit im Dieselskandal beraten hatten.

Für VW-Dieselfahrer begann 2015 eine Tortur, heißt es in einer Pressemitteilung der FWG, die bis heute von Unverständnis und Missmut geprägt ist: Nachdem im September bekannt wurde, dass der VW illegale Abschalteinrichtungen einsetzte, wurden viele Fahrzeughalter 2016 offiziell informiert, dass sie betroffen sind. Es folgte eine internationale Achterbahnfahrt aus Gerichtsprozessen und Ermittlungsverfahren, die bis heute anhalte.

Freuen sich über das Ergebnis für VW-Kunden: Dr. Claus Wenzel (von links), Kreisvorsitzender der Freien Wähler, Jürgen Binning vom Verband Deutscher Ingenieure und Tobias Adam, stellvertretender Kreisvorsitzender der Freien Wähler.

Im Dezember 2018 hatten die Freien Wähler vor Ablauf der Registrierungsfrist zum Musterklageverfahren eine Informationsveranstaltung für Betroffene in der Stadthalle Eschwege organisiert, zu der 50 Interessierte kamen. Diplom-Ingenieur Jürgen Binning, Mitglied im Verband Deutscher Ingenieure, erläuterte die Schritte zur Registrierung sowie die technischen Hintergründe: „Die Software bestimmter Motoren war so eingestellt, dass im Straßenbetrieb deutlich mehr Stickoxide ausgestoßen wurden als im Testbetrieb.“

Seit dem 19. März erhalten Kunden per Post ein Vergleichsangebot mit Zugangsdaten, das über eine Online-Plattform angenommen werden kann. Die Frist für die Überprüfung und Registrierung berechtigter VW-Kunden zur Annahme des Vergleichs wurde vom 20. April auf den 30. April verschoben. Aktuell sei das Interesse an einem schnellen Vergleich mit Volkswagen im Dieselskandal für viele Teilnehmer der Musterklage groß. Stand jetzt haben mit 250 000 Personen rund 95 Prozent der 262 000 berechtigten Kunden das Angebot angenommen; jeder fünfte Fall sei überprüft. Erste Entschädigungen aus dem Vergleich zwischen VW und dem Bundesverband der Verbraucherzentralen sollen vom 5. Mai an fließen. Je nach Modell und Alter des Autos will VW zwischen 1350 und 6257 Euro zahlen.

Rubriklistenbild: © dpa

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