Auto Club Europa zählt erneut Rotsünder in Eschwege

Rotsündern auf der Spur: (von links) Karin Schneider, Uwe Völker und Dieter Heuckeroth vom Auto Club Europa zählten eine Stunde lang an der Kreuzung Reichensächser Straße Ecke Wolfsgraben die Autofahrer, die bei Rot über die Ampel fuhren. Foto: Sennhenn

Eschwege. „Die Verkehrsmoral in Eschwege hat sich positiv verbessert“, zieht Uwe Völker, Regionalbeauftragter des Auto Club Europa (ACE), positive Bilanz für die Kreisstadt. Gemeinsam mit Karin Schneider und Dieter Heuckeroth vom ACE-Kreis Nordhessen-Ost war er am Dienstagnachmittag eine Stunde lang an der Kreuzung Reichensächser Straße Ecke Wolfsgraben Rotsündern auf der Spur. Das Ergebnis überraschte die Zähler:

Von den 1001 gezählten Fahrzeugen seien lediglich sieben bei Rot über die Ampel gefahren, was einem Anteil von 0,7 Prozent entspricht. „Von dem Ergebnis sind wir angenehm überrascht“, sagte Schneider glücklich, lag der Anteil an Rotsündern im Jahr 2009 mit 3,97 Prozent noch deutlich höher. Mit 964 Fahrern (96,3 Prozent) ist die absolute Mehrheit der Autofahrer vorschriftsmäßig bei Grün über die Ampel gefahren, 30 ( 3 Prozent) sind noch bei Gelb über die Kreuzung gehuscht.

Anlass der Zählung sind die jährlich stattfindenden Aktionen zur Verkehrssicherheit, die der ACE seit 2009 vornimmt. Erst im Sommer zählten Völker, Schneider und Heuckeroth in Eschwege und Meinhard Handysünder. Damals zählten sie 32 Autofahrer, die mit dem Mobiltelefon am Ohr am Steuer saßen.

Trotz des guten Ergebnisses appelliert Völker an die Vernunft der Fahrer: „ Bei Gelb auf die Bremse treten und bei Rot stehen bleiben, denn jeder einzelne Rotsünder ist einer zu viel.“ Die Zählung in Eschwege würde den Trend bestätigen, wonach in Großstädten deutlich mehr Teilnehmer die Verkehrsregeln missachten als in ländlichen Gebieten.

Vergleichbare Messungen in Gießen (54 Rotsünder) und Darmstadt (24 Rotsünder) würden dies belegen. „Deshalb ist das Ergebnis in Eschwege absolut top“, sagt Völker. Die Entscheidung, ob nun schärfere Kontrollen nötig seien, obliege der Polizei, das Ergebnis werde an diese jedoch nicht übermittelt.

Von Lukas Sennhenn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare