Müllflut rund um Eschweger Filiale

Verpackungen von McDonald’s landen nicht in den aufgestellten Tonnen

Keine schönen Aussichten: Unweit der Eschweger McDonald’s-Filiale fliegen die Verpackungen umher – trotz aufgestellter Müllbehälter. Das Bild entstand am vergangenen Sonntagnachmittag.
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Keine schönen Aussichten: Unweit der Eschweger McDonald’s-Filiale fliegen die Verpackungen umher – trotz aufgestellter Müllbehälter. Das Bild entstand am vergangenen Sonntagnachmittag.

Das Problem ist offensichtlich. Überall im näheren Umfeld der Eschweger McDonald’s-Filiale fliegt der Verpackungsmüll der Fast-Food-Kette herum.

Das Problem besteht erst seit einigen Tagen und ist eine der Auswirkungen des Bewirtungsverbots in Restaurants, ausgelöst durch die Coronamaßnahmen von Bund und Land. Weil die Kunden nicht in der Filiale essen dürfen, suchen sie sich einen Platz in der Nähe, kümmern sich teilweise aber nicht um ihren zurückgelassenen Müll – obwohl zahlreiche Müllbehälter in der Nähe stehen.

Direkt gegenüber der Ausfahrt an der Landstraße ist es am heftigsten. Eine kleine Sitzgruppe gegenüber der ehemaligen Firma Becker&Hach ist total vermüllt. Auch an einem Parkplatz gegenüber der Tankstelle fliegen die Verpackungen wild umher, genauso auf den Straßen des Ortes.

Marc Sachse McDonald‘s Eschwege

„Uns ist das Problem bekannt, wir können es aber nur bedingt lösen“, sagt Marc Sachse, Franchisenehmer der McDonald’s-Filiale in Eschwege. Das Problem bestehe, seitdem die neue Verfügung von Bund und Land zur Coronaverordnung erlassen worden sei. Sowohl im Restaurant als auch auf dem Parkplatz vor der Filiale dürfe das Essen nicht verzehrt werden. Verkauft wird im sogenannten Drive-in, das nach Angaben von Sachse in Eschwege gut laufe, und an einer Abholstation im Inneren. Für McDonald’s habe der Landkreis zwischenzeitlich sogar empfohlen, schon um 23 Uhr zu schließen, damit dort keine Partys gestartet werden, berichtet Sachse. In Eschwege sei das Müllproblem indes größer als in seinen anderen sechs Filialen, die Sachse in Hessisch Lichtenau, Schwalmstadt, Homberg, Guxhagen, Wildungen und Fritzlar betreibt. In Eschwege werden die Mitarbeiter regelmäßig auf Außenrunde geschickt, um den Müll einzusammeln. „Aus Versicherungsgründen dürfen die Mitarbeiter aber nur in einem gewissen Radius unterwegs sein“, sagt Sachse.

Keine schönen Aussichten: Unweit der Eschweger McDonald’s-Filiale fliegen die Verpackungen umher – trotz aufgestellter Müllbehälter. Das Bild entstand am vergangenen Sonntagnachmittag.

Auch die Stadt Eschwege hat bereits reagiert. Uwe Schäffer, Betriebsleiter Eigenbetrieb Baubetriebshof, hat veranlasst, dass die öffentlichen Mülleimer in der Nähe von McDonald’s in kürzeren Abständen geleert werden und verstärkte Kontrollen stattfinden. Auch die Leerungen der Mülleimer in der Innenstadt wurden wegen der Restaurantschließungen zuletzt verstärkt.

Die Kreisstadt und Sachse appellieren an die Vernunft der Kunden. Sachse bittet darüber hinaus, den Verpackungsmüll ordnungsgemäß zu entsorgen – am besten bei McDonald’s selbst. Denn das Unternehmen habe nach eigenen Angaben eine Recyclingquote von 90 Prozent. Tobias Stück

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