Am 19. und 26. September

Verschärftes Hygienekonzept für den 13. Freiwilligentag am Wochenende

Mit Abstand und eigenen Geräten: der Freiwilligentag im Corona-Jahr
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Mit Abstand und eigenen Geräten: der Freiwilligentag im Corona-Jahr

Unter freiem Himmel, in Kleingruppen und mit Maske: Der 13. kreisweite Freiwilligentag des Werra-Meißner-Kreises findet auch in diesem Jahr statt – mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept

Werra-Meißner - An das müssen sich die freiwilligen Helfer halten. Das melden der Werra-Meißner-Kreis und die Freiwilligenagentur Omnibus der Evangelischen Familienbildungsstätte Werra-Meißner.

„Es gab Überlegungen, den Freiwilligentag aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen zu lassen“, sagt Kathrin Beyer von Omnibus. Doch viele hätten sich engagieren wollen. Und weil sich die Freiwilligen „draußen und in Kleingruppen bewegen“, entschied man sich in Rücksprache mit dem Kreis gegen eine Absage. Stattdessen erarbeitete Beyer ein Hygienekonzept, das vom Landkreis abgesegnet wurde. Außerdem stelle der Kreis den Teilnehmern pro angemeldeter Aktion zehn Mund-Nase-Bedeckungen.

Kathrin Beyer von Omnibus

Laut Hygienekonzept sollen die Aktionen, bei denen eine Dokumentationspflicht gilt, ausschließlich „an der frischen Luft“ stattfinden, die Gruppen dürfen aus maximal zehn Personen bestehen, die untereinander möglichst 1,50 Meter Abstand halten und eine Mund-Nase-Bedeckung tragen sollen, wenn sie sich in den Gruppen aufhalten. Ebenfalls aufgeführt ist die Empfehlung, eigenes Werkzeug mitzubringen. Beim „abschließenden Zusammensitzen“ solle weiterhin darauf geachtet werden, die Abstände einzuhalten. Die Vorbereitung und Ausgabe von Essen und Trinken solle wenigen Personen überlassen werden.

„Wir machen uns wenig Sorgen, weil alles draußen stattfindet“, sagt Landrat Stefan Reuß. Er freut sich über die 95 angemeldeten Aktionen aus dem Werra-Meißner-Kreis. Einzig das Engagement der Unternehmen ist in diesem Jahr stark eingebrochen: Die Bundespolizei mit ihren Polizeischülern habe bereits im Juli abgesagt, sagt Kathrin Beyer. Die Kindertagesstätten und die Senioreneinrichtungen dürften wegen Corona nicht öffnen. Dafür sei aber die BKK Werra-Meißner wieder vertreten: mit einer Aktion im Wildpark.

Hecken schneiden, Müll aufsammeln und Spielgeräte reparieren, diese Arbeiten stehen unter anderem in den Orten an, die am 13. Freiwilligentag des Werra-Meißner-Kreises teilnehmen. Sowohl am kommenden Samstag, den 19. September, als auch in der nächsten Woche Samstag, den 26. September, sind die Freiwilligen in ihren Orten ehrenamtlich unterwegs.

Organisiert wurde der Tag wieder von der Freiwilligenagentur Omnibus, die der Evangelischen Familienbildungsstätte angehört. Das Vorbereitungstreffen musste in diesem Jahr jedoch aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Stattgefunden hätte es im September in Fürstenhagen. „Wir waren mit den Vorbereitungen für das Treffen schon im März fertig“, erzählt Ortsvorsteher Reinhard Kanstein. Er freut sich aber, dass der Freiwilligentag in diesem Jahr dennoch stattfindet.

2021 solle Fürstenhagen dann auch noch mal die Gelegenheit bekommen, seine Gastgeberqualitäten unter Beweis zu stellen, sind sich Beyer und Landrat Stefan Reuß einig. Sie freuen sich über die vielen Anmeldungen zum 13. Freiwilligentag und setzen auf die Einhaltung des Hygienekonzepts. Doch in der frischen Luft sollte das funktionieren. (Von Hanna Maiterth)

13. Freiwilligentag: Anzahl der Aktionen seit 2008 gestiegen

Die Anzahl der angemeldeten Aktionen hat sich seit dem ersten Freiwilligentag 2008 verzehnfacht: „Vergangenes Jahr hatten wir mehr als 100 Aktionen, im ersten Jahr waren es noch unter zehn“, sagt Kathrin Beyer von der Evangelischen Familienbildungsstätte Werra-Meißner. In diesem Jahr fehlten lediglich die Unternehmen. Ansonsten hätte man ähnlich viele Anmeldungen wie im vergangenen Jahr. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Beyer.

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