Sitz in Witzenhausen in der Diskussion

Verzicht auf Außenstelle der Kreisverwaltung ist für Dirk Landau eine Option

Eschwege. Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten ist für den CDU-Land- und Kreistagsabgeordneten Dirk Landau auch die Schließung der Außenstelle des Werra-Meißner-Kreises in Witzenhausen nicht tabu. „Wir müssen auch darüber nachdenken, ob wir nicht den Standort Witzenhausen aufgeben“, sagte Landau.

Es gehen nicht um Behördenstandorte als solche, sondern darum, wie die Dienstleistungen zu erreichen seien. „Die Kommunen müssen mal sehen, ob ihre Strukturen noch zeitgemäß sind“, so Landau während eines Gesprächs über die Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs in Hessen.

Der Christdemokrat sieht Landkreise, Städte und Gemeinden in der Pflicht, eigene Ausgaben zu reduzieren, um die kommunalen Haushalte auszugleichen und nicht alle Verantwortung dafür für beim Land. SPD-Fraktionsvorsitzender Lothar Quanz hält von den Überlegungen Landaus „gar nichts“. Es lägen gar keine Berechnungen über das Einsparpotenzial vor, so Quanz. „Außerdem ist das eine strukturelle Frage“, so Quanz.

Nicht umsonst sei die Außenstelle im Beschluss über die Zusammenlegung der Kreise Eschwege und Witzenhausen festgeschrieben worden: strukturellen Nachteilen sollte begegnet werden. Auf die noch immer gültige Beschlusslage von 1974 weist auch Landrat Stefan Reuß (SPD) hin: „Daran hat sich nichts geändert.“ Er wüsste auch nicht, wo das Einsparpotenzial liegen sollte, so der Landrat. „Die Entscheidung liegt aber beim Kreistag.“

Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer (CDU) erteilt der Idee ihres Parteikollegen ebenfalls eine Absage: „Welche Einsparung das sein sollte, stellt sich mir nicht dar.“ Die Kreisbediensteten müssten in jedem Fall bezahlt werden. „Die Außenstelle hat aber nicht nur eine tatsächliche Bedeutung, sondern auch eine symbolische“, sagt Fischer.

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