VHS-Kurse sind bis zu einem Drittel teurer geworden

Stellten das VHS-Programm für das zweite Halbjahr vor: Pädagoge Thilo Schneider (von links), Betriebsleiter Matthias Schulze (oben), Pädagogischer Leiter Burkhard Bax, Bildungscoach Regina Novak, Landrat Stefan Reuß, Nicole Numrich vom Servicebüro sowie Pädagogin Dr. Marion Feld. Foto: Rissmann

Werra-Meißner. Das Programm der Volkshochschule (VHS) für das zweite Halbjahr 2015 steht. Einziger Wermutstropfen: Wer vergleicht, bemerkt, dass viele Kursgebühren angehoben wurden.

Bei einigen Kursen sogar bis zu 36 Prozent, das haben Berechnungen unserer Zeitung ergeben. Betriebsleiter Matthias Schulze erklärt die Erhöhungen damit, dass seit der Fusion der beiden Volkshochschulen zur Volkshochschule Werra-Meißner im Januar 2014 zum einen die Berechnungsgrundlage für die Kurse vereinheitlicht wurde und zum anderen die Honorare für die Dozenten erstmals seit zehn Jahren um durchschnittlich zehn Prozent angehoben wurden. „Durch die neue Berechnung, jetzt werden die Kosten des Kurses durch die festgelegte Mindestanzahl von sieben Teilnehmern geteilt, sind einige Kurse teurer, andere aber auch etwas günstiger geworden“, sagt Schulze.

Eine Unterrichtseinheit, das sind 45 Minuten, kostet durch die Erhöhung jetzt durchschnittlich 3,26 Euro, zuvor waren es rund drei Euro. „Qualität kostet nun einmal auch etwas“, sagt Landrat Stefan Reuß. Der Werra-Meißner-Kreis bezuschusst die VHS seit der Fusion mit 370.000 Euro jährlich. Vorher war dieser Betrag auf 300 000 Euro festgefroren.

Grund für diese Erhöhung ist, dass das Land Hessen seinen Zuschuss von rund 200.000 Euro jährlich seit den 1990er-Jahren kontinuierlich abgeschmolzen habe, erklärt Schulze. Derzeit erhält die VHS Werra-Meißner noch 80 000 Euro vom Land. „Der Kreis hat zur Fusionierung die fehlenden Landeszuschüsse ausgeglichen“, sagt Schulze.

Mit der Fusion wurde die VHS in den Eigenbetrieb Jugend-Freizeit-Bildung des Kreises eingegliedert. Somit hat die neue VHS Werra-Meißner drei Sparten: Die Jugendeinrichtungen, die Erwachsenenbildung sowie die Drittmittel-Projekte im Bereich Arbeitsförderung. Insgesamt lag der Umsatz dieser drei Sparten 2014 bei rund 4,1 Millionen Euro.

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