Viel Technik im Unterricht an der Eschweger Brüder-Grimm-Schule

Technik und Experiment: Beim Tag der offenen Tür bekommen die Besucher der Eschweger Brüder-Grimm-Schule Einblick in den Unterrichtsalltag. Naturwissenschaftliche Experimente sind besonders spannend

ESCHWEGE. „Um zehn Uhr ist es hier schlagartig voll geworden“, erzählt Brigitte Sippel, Mitglied der Schulleitung an der Brüder-Grimm-Schule in Eschwege. In der Tat drängen sich viele Interessierte durch das Schulgebäude, die der Einladung zum Tag der offenen Tür gefolgt sind.

„Wir präsentieren hier selbstgebastelte Pyramiden, weil unser Thema im Geschichtsunterricht das alte Ägypten ist“, sagt der Siebtklässler Siegwin, während er auf einen großen Bildschirm in der Klasse zeigt. Beim Gang durch die Klassen wird schnell klar, dass in der Gesamtschule am Fuße des Leuchtberges auf neueste Technik gesetzt wird.

Nur ein paar Treppenstufen von der Präsentation des Themas „Ägypten“ entfernt, zeigen Schüler der Klasse F6a ein Experiment, bei dem sie Stärke in Lebensmitteln nachweisen. Auch in diesem Klassenraum mit den rot gestrichenen Wänden laufen farbenprächtige Bilder über den Monitor. Lehrer Bastian Gnielka schwärmt vom Einsatz moderner Technik in Form von Tablet-PCs und Bildschirmen in den Klassenräumen. „Hier gibt es einen Mix aus alten und neuen Unterrichtsmethoden.“

Schon in der fünften Klasse werden die Schüler im Umgang mit der Technik vertraut gemacht. „In Jahrgang fünf haben die Schüler das Fach ‚KiTec - Kinder und Technik’, in dem sie den Umgang lernen. In der sechsten Klasse bekommen sie dann ihre Tablets.“ Auch die Lehrer bilden sich regelmäßig fort. „Das hat sich hier schon etabliert“, sagt Lehrer Timm Bierschenk.

Aus einem Raum im naturwissenschaftlichen Trakt tönt das Geräusch eines Föhnes. Im Physikraum jongliert Dominique einen Tischtennisball auf den Luftströmen des Haartrockners. „Wir sind die Junior-Ingenieur-Akademie“, erklärt Realschulzweigleiterin Rita Weber. Bei dem ab der neunten Klasse angebotenen Projekt stehe die Technik im Vordergrund. „Hier liegt zum Beispiel ein halbes Jahr der Fokus auf der Technik des Fliegens. Dabei arbeiten wir eng mit dem Luftsportverein zusammen“, sagt Weber begeistert.

Schulleiter Harald Krones will seine Freude über den regen Besucheransturm nicht verbergen: „15 Gruppen wurden durch die Schule geführt, und ich habe viele Einzelgespräche geführt. Großes Interesse besteht an den Tablet-Klassen, weil das ein Alleinstellungsmerkmal unserer Schule ist.“ Für Schüler Siegwin ist das ein Glücksfall. „Wir betreiben viel Recherche und erstellen Präsentation. Auf den Tablets haben wir außerdem viele digitale Schulbücher, was unseren Schulranzen leichter macht“, sagt er. Nicht nur Siegwin ist vom eingeschlagenen Weg der Schule begeistert.

Von Lukas Sennhenn

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