Chancen stehen gut 

Viele Betriebe suchen noch: Auch kurzfristig können Jugendliche eine Ausbildung finden

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Werra-Meißner – Auch wenn es bis zum Start der neuen Lehrjahre am 1. August oder 1. September nicht mehr weit ist, haben Jugendliche im Kreis noch Chancen, eine Ausbildungsstelle zu finden.

Bei der Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammer (IHK) sind aktuell noch 231 Stellen, die 2019 beginnen, verzeichnet, berichtet Walter Ruß, stellvertretender Bereichsleiter Aus- und Fortbildung.

Wie Cornelia Harberg von der Agentur für Arbeit berichtet, gibt es aktuell noch 259 Bewerber ohne Ausbildungsstellen. Das sind 30 mehr als im Vorjahr. Demgegenüber stehen 246 unbesetzte Stellen (2018: 261). Dabei ist das Angebot breit gefächert. „In allen Bereichen werden immer wieder Auszubildende gesucht“, sagt Barbara Funke von der Kreishandwerkerschaft. Besonders gefragt bei den Schulabsolventen sind laut Ruß Ausbildungen zu Industriekaufleuten, Mechatronikern, Fachinformatikern und Industriemechanikern. Funke sagt, es seien vor allem die technischen Berufe wie Anlagenmechaniker, Tischler oder Kfz-Mechaniker gefragter als Berufe im Lebensmittelhandwerk wie Bäcker oder Fleischer.

Laut einer Statistik der Arbeitsagentur sind sowohl bei erfolgreichen Bewerbern als auch bei Stellensuchenden die Berufe als Pkw-Mechatroniker und Kaufleute im Einzelhandel besonders beliebt. Viele Frauen wollen zudem medizinische Fachangestellte werden. Ausbildungssuchenden rät Ruß, sich nicht entmutigen zu lassen und Recherche-Wege auch ein zweites Mal zu ergreifen: Ausbildungsmessen besuchen, in Lehrstellenbörsen, bei der Agentur für Arbeit, in der Tagespresse sowie auf Internetseiten von Betrieben nach Stellen suchen. Funke gibt zudem den Tipp, persönlich im Betrieb anzurufen und nach einem Praktikum zu fragen. Viele Absolventen würden denken, so Funke, dass man sich jetzt nicht mehr bewerben könne, „was natürlich nicht richtig ist. Man kann das ganze Jahr über eine Ausbildung beginnen“, sogar am 24. Dezember.

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