Diakonie vermittelt offene Stellen in sozialen Einrichtungen

Viele freie Plätze im Freiwilligendienst

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Werra-Meißner. Mit dem Wegfall von Wehrpflicht und Zivildienst vor rund zwei Jahren, ist der Bundesfreiwilligendienst (Bufdis) entstanden. Laut Statistik des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln absolvieren im Werra-Meißner-Kreis 14 Männer und 15 Frauen ihren Bundesfreiwilligendienst.

Von den 29 Bufdis ist nur einer über 27 Jahre alt. Das teilte Pressereferent Peter Schlossmacher auf Anfrage mit. Bufdis engagieren sich in Alten- und Pflegeheimen sowie Kindergärten und anderen sozialen Einrichtungen.

Derzeit bietet die evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck 41 Freiwilligendienst-Stellen im Kreis an. Davon sind aber gut ein Drittel unbesetzt. Mit anderen Worten: Bufdis werden im Werra-Meißner-Kreis händeringend gesucht.

Jens Haupt, Leiter des Zentrums für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck in Kassel, weiß um die strukturellen Probleme im Werra-Meißner-Kreis. „Die mangelnde Mobilität macht eine Vermittlung in vielen Teilen des Kreises schwer“, sagt er. Wer kein Auto besitzt und auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, hat mancherorts gar keine Möglichkeit, eine Bufdi-Stelle anzunehmen. Auch der Demografische Wandel im Kreis sei ein Problem: „Durch die zunehmende Überalterung ist der Wettbewerb um Jugendliche sehr hoch“, sagt Haupt. Insgesamt würde der Bundesfreiwilligendienst aber gut angenommen werden. Viele Jugendliche würden die Chance nutzen, um sich in einem Bereich auszuprobieren und bestenfalls anschließend eine Ausbildung zu beginnen.

Stellen in Kitas und Schulen seien aber leichter zu besetzen. In der weniger attraktiven Pflege sei es indes ungleich schwieriger.

Bundesweit waren Anfang Oktober gut 100.000 Männer und Frauen im Bundesfreiwilligendienst tätig.    

Von Alia Shuhaiber

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