Vier Einsatzgruppen für Chemieunfälle

Werra-Meißner. Um für Einsätze bei Unfällen und Bränden mit Gefahrgut gut gerüstet zu sein, haben die Feuerwehren des Werra-Meißner-Kreises ein gemeinsames Gefahrstoff-Konzept erarbeitet. Es wurde noch im alten Jahr allen Bürgermeistern präsentiert, schließlich müssen auch die Städte und Gemeinden ihren Beitrag leisten.

Ziel des 20 Seiten umfassenden Konzeptes ist, durch interkommunale Zusammenarbeiten die Kosten zu senken und qualifiziertes Personal zusammenzuführen. Denn die erforderliche technische Ausstattung ist „nicht billig“, wie Kreisbrandinspektor (KBI) Christian Sasse sagt. Zudem wird ein hoher Ausbildungsstand verlangt, um den vielfältigen Anforderungen gewachsen zu sein.

Weil dies in kleinen Einheiten nicht mehr machbar ist, soll der Werra-Meißner-Kreis auf dem Papier in vier Einsatzsektoren eingeteilt werden, in denen jeweils eine Gefahrstoffgruppe über Gemeindegrenzen hinweg übt und agiert. Fachberater wie Chemiker und Biologen sollen eingebunden werden.

Außerdem wird eine Dekontaminationsstaffel mit qualifizierten Kräften aus allen Feuerwehren des Kreises gebildet.

In der jüngsten Bürgermeister-Kreisversammlung wurde das Konzept bereits befürwortet. „Wir machen es“, gibt KBI Sasse die Richtung bereits vor. Nur die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Wenn die internen Absprachen dazu abgeschlossen sind, soll europaweit ausgeschrieben werden.

Allein die Ausrüstung kostet insgesamt schätzungsweise 200 000 Euro. Angeschafft werden müssen 42 gasdichte Chemikalienschutzanzüge, 42 flüssigkeitsdichte Körperschutzanzüge, vier Dekontaminationsduschen sowie die Technik für den Gefahrstoffnachweis in fünffacher Ausführung.

Hinzu kommen dann noch die Kosten für die umfangreiche Ausbildung der Einsatzkräfte.

Von Stefan Forbert

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