Drei Kommunen und Kreis schaffen drei ausgeglichene Haushalte

Vier können bald den Schutzschirm verlassen

Werra-Meißner. Die Haushaltsdisziplin hat sich ausgezahlt: 2017 können die Stadt Witzenhausen und der Landkreis als erste Kommunen im Werra-Meißner-Kreis voraussichtlich den Kommunalen Schutzschirm des Landes Hessen verlassen.

Sie haben beide drei ausgeglichene Haushalte in Folge vorgelegt und damit die Auflagen erfüllt.

Wann genau Witzenhausen den Schutzschirm verlassen wird, ist aber noch offen, sagt Bürgermeisterin Angela Fischer. „Erst muss der Jahresabschluss 2016 geprüft und genehmigt werden.“ Sie geht davon aus, dass es im Herbst soweit sein wird. Dann übernimmt das Land endgültig 16,2 Millionen Euro Schulden. Der Werra-Meißner-Kreis, der seit 2014 ausgeglichene Haushalte vorgelegt hat, bekommt über das Programm 19,6 Millionen Euro Schulden abgelöst.

Gut sieht es auch in den Städten Wanfried und Hessisch Lichtenau aus: Sie müssen nur noch einen ausgeglichenen Haushaltsplan und Jahresabschluss für 2017 präsentieren. „Gelingt das, sind die drei Jahre geschafft und Wanfried darf die vom Land bereits gewährte Entschuldungshilfe in Höhe von 4,1 Millionen Euro behalten“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Hessisch Lichtenau würde sogar um 13 Millionen Euro entschuldet werden. Die Gemeinde Meißner, die 2014 als erste im Kreis einen Haushaltsausgleich präsentierte, muss noch weiterarbeiten, sagt Bürgermeister Friedhelm Junghans. 2015 habe man nicht ausgleichen können. Seither sieht es gut aus. „Ich hoffe, dass wir 2018 den dritten ausgeglichenen Haushalt in Folge vorlegen können.“

Laut Finanzministerium können 98 Prozent der Schutzschirm-Kommunen ihre Verträge zur Sanierung der Haushalte einhalten, zwei Drittel wollten für 2016 ausgeglichene Haushalte vorlegen. Im Kreis stehen auch Bad Sooden-Allendorf, Waldkappel, Berkatal, Herleshausen, Ringgau, Weißenborn und Meinhard unter dem Schutzschirm.

Von Friederike Sophie Steensen

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