Besetzung erst 2016

Oberstufengymnasium in Eschwege: Vier Bewerber wollen Chefstelle

Eschwege. Vier Pädagogen wollen Schulleiter des Eschweger Oberstufengymnasiums werden. Das hat das Hessische Kultusministerium bestätigt. Die seit dem Ausscheiden von Oberstudiendirektor Wolfgang Stenner zum Ende des vergangenen Schuljahres vakante Stelle werde nicht vor Anfang 2016 besetzt, so Ministeriumssprecher Philipp Bender.

Aktuell führt der stellvertretende Schulleiter Bernd Schmitt die Geschäfte. Nach Informationen der Werra-Rundschau ist Schmitt einer der vier Bewerber um die Nachfolge Stenners. Zum Kandidatenkreis gehört darüber hinaus Dr. Kay-Uwe Jagemann, der gegenwärtig ebenfalls am Oberstufengymnasium in Eschwege unterrichtet und dort Leiter des Fachbereichs Chemie ist.

Darüber hinaus bewerben sich zwei Frauen um die unbesetzte Schulleiterstelle: Margret Schulz-Bödicker und Ivonne Benedict. Benedict gehört aktuell zum Führungsteam an den benachbarten Beruflichen Schulen, wo sie Abteilungsleiterin ist.

Schulz-Bödicker ist stellvertretende Leiterin der Werratalschule in Heringen (Kreis Hersfeld-Rotenburg). Im vergangenen Jahr hatte sie dort für die Schulleiterstelle kandidiert, war aber in einem Auswahlverfahren an einem Mitbewerber gescheitert. Nach Angaben des Kultusministeriums befindet sich Schulz-Bödicker dagegen im Widerspruchsverfahren, über das noch nicht entschieden sei.

Wie Bender weiter mitteilte, führt das Ministerium jetzt erste Gespräche mit den vier Bewerbern. Denen schließe sich das Auswahlverfahren an. Ziel sei eine Besetzung der Stelle im ersten Quartal des kommenden Jahres. Ob das gelingt, wird auch davon abhängen, ob die unterlegenen Bewerber die noch ausstehende Personalentscheidung des Ministeriums akzeptieren.

Nach Werra-Rundschau-Informationen gilt Bernd Schmitt am Oberstufengymnasium selbst als Wunschkandidat und Favorit für die Nachfolge Stenners. Stenner verabschiedete sich nach zwölf Jahren an der Spitze der gymnasialen Oberstufe im Juli in den Ruhestand.

Unterdessen wird am Oberstufengymnasium in Eschwege auch die Befürchtung diskutiert, das Ministerium könne den Plan verfolgen, die Schule den benachbarten Beruflichen Schulen als Abteilung anzugliedern. Das dürfe keinesfalls geschehen, hieß es aus der Lehrerschaft. Ein vielfältiges Bildungsangebot drohe, verloren zu gehen. Solche Überlegungen werden nach Angaben Benders gegenwärtig allerdings gar nicht angestellt: „Sonst würde die Suche nach einem Schulleiter keinen Sinn machen.“

In diesem Jahr haben am Oberstufengymnasium in Eschwege 125 junge Menschen das Abitur abgelegt. An der reinen Oberstufe werden insgesamt rund 400 Schüler in den drei Jahrgangsstufen elf bis dreizehn unterrichtet.

Von Harald Sagawe

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