Mit Leib, Seele und vollem Engagement

Vize-Dekan Ralph Beyer bei Gottesdienst in Langenhain als Pfarrer verabschiedet

Gut abgeschirmt: Nach und nach befestigen die Mitglieder der Kirchenvorstände aus Oetmannshausen, Langenhain und Vierbach gute Wünsche am Regenbogenschirm, unter dem Ralph und Kathrin Beyer stehen.
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Gut abgeschirmt: Nach und nach befestigen die Mitglieder der Kirchenvorstände aus Oetmannshausen, Langenhain und Vierbach gute Wünsche am Regenbogenschirm, unter dem Ralph und Kathrin Beyer stehen.

Am vorigen Sonntag ist der langjährige Pfarrer Ralph Beyer in einem feierlichen Gottesdienst in Langenhain aus dem Gemeindedienst entlassen worden. Beyer ist sei Mai dieses Jahres stellvertretender Dekan des Kirchenkreises Werra-Meißner.

Langenhain – „Er hinterlässt Spuren“, fasst Andrea Müller-Brandl, Kirchenvorstand Langenhain, Ralph Beyers Wirken in Oetmannshausen, Langenhain, Vierbach und darüber hinaus während der über 25 Jahre zusammen. Sie blickt dabei auf das Begleiten zahlreicher Familien bei Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten, Jubiläen und Beerdigungen, den Aufbau der Notfallseelsorge, mehr als 20 von ihm organisierte Jugendfreizeiten sowie Motorrad- und Open-Flair-Gottesdienste zurück, die seine Handschrift tragen.

Am Sonntagnachmittag wurde Pfarrer Ralph Beyer in einem Gottesdienst mit Grußworten im Bürgerhaus in Langenhain offiziell aus dem Dienst in den drei Gemeinden verabschiedet, nachdem er am 1. Mai zum stellvertretenden Dekan für den Werra-Meißner-Kreis berufen worden war und künftig neben dieser halben Stelle weiterhin seine Arbeit in der Notfall- und Polizeiseelsorge im Kreis fortführen sowie in den Schuldienst an der Paul-Moor-Schule in Reichensachsen eintreten wird.

„Das Gefühl, nicht allein, sondern getragen zu sein,“ hat er den Menschen, die er hier begleitet hat, gegeben“, wie Andrea Müller-Brandl betonte. Auf gute Zusammenarbeit in den zwölf Jahren, in denen Jochen Kistner Bürgermeister der Gemeinde Wehretal war, blickte dieser zurück und sagte über Beyers Wirken als Pfarrer in den drei Orten: „Er war es mit Leib und Seele und vollem Engagement.“ Dabei blickte er auch darauf zurück, wie sich die Familie in der Gemeinde eingebracht habe. So galt der Dank des Kirchenvorstandes auch seiner Ehefrau Kathrin Beyer, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit sowie bei der Organisation des Weltgebetstages und der musikalischen Begleitung zahlreicher Gottesdienste engagiert hatte.

Gemeinsam mit Leiterin Melanie Fernau verabschiedeten sich Team und einige Kinder der Jungschar von der Familie, für die der Kirchenvorstand farbenfrohe Überraschungen vorbereitet hatte.

Dass es eine herausfordernde Aufgabe sei, diese Pfarrstelle nach einem solchen Vorgänger zu übernehmen, sagte Dekanin Ulrike Laakmann, ging auf einen Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach so vielen Stationen ein. Daran, dass ihm und seiner Familie die Entscheidung, bei der Wahl zum stellvertretenden Dekan anzutreten, nicht leichtgefallen sei, erinnerte Beyer, blickte auf Erinnerungen und Erlebnisse zurück: „Vielleicht hätte es immer so weitergehen können, vielleicht.“ Er richtete seine Worte an die Menschen in der Gemeinde und betonte, dass sie ihm im Herzen bleiben werden: „Jeder und jede von euch wird darin seinen Platz behalten. Vielleicht? Nein. Sicher.“  Von Eden Sophie Rimbach

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