Vize-Landrat Rainer Wallmann ist als Umweltstaatssekretär im Gespräch

Eschwege. Dr. Rainer Wallmann (Bündnis 90/Die Grünen) ist offenbar als Staatssekretär im Hessischen Umweltministerium im Gespräch.

Nach Informationen der Werra-Rundschau soll der Erste Kreisbeigeordnete und Vizelandrat der ausscheidenden Beatrix Tappeser auf dieser Position folgen und vom 18. Januar an der nächsten hessischen Landesregierung angehören.

Wallmann wollte seinen Wechsel nach Wiesbaden gestern nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren. „Ich kann nicht ausschließen, was nicht an mich herangetragen wurde“, sagte er. Die Bewertung einer solchen Angelegenheit werde er vornehmen, wenn sie ihm vorliege.

Zuletzt hagelte es Kritik an Dr. Wallmann, der als Baudezernent die politische Verantwortung für die Kostenexplosion beim geplanten Neubau des Verwaltungszentrums in Eschwege trägt. Aus dem Kreisausschuss wird von „deutlich sichtbaren Differenzen“ zwischen Wallmann und Landrat Stefan Reuß berichtet. Auch aus den mit den Grünen koalierenden Fraktionen von SPD und FDP wird Kritik an Wallmann und an dessen Dezernatsleitung geäußert. Darüber hinaus werden Zweifel an der fachlichen Qualifikation des Baudezernenten laut.

Das mit neun Millionen Euro veranschlagte Projekt soll jetzt 14,77 Millionen Euro kosten. Selbst abgespeckte Optionen schlagen mit 13,59 Millionen Euro bzw. 14,24 Millionen Euro zu Buche. Eine dritte Variante würde sogar 16,25 Millionen Euro kosten. Der Kreistag beschloss das Bauvorhaben unter der Voraussetzung, dass die geplanten Kosten in Höhe von neun Millionen Euro um höchstens 1,5 Millionen Euro überschritten werden.

Die für Montag (13 Uhr, Bürgerhaus Reichensachsen) vorgesehene Debatte wird aller Voraussicht nach von der Tagesordnung abgesetzt. Die Fraktionen treffen zu einem Vorabgespräch am Montagmorgen um 9 Uhr zusammen. 

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