Vogelhäuschen und Insektenhotels

Eschweger Ferienspiele stehen gerade unter dem Motto „Holzwerkstatt“

Bemalt sein selbst gebautes Vogelhäuschen: Der neunjährige Lenny Knispel aus Eschwege hat mit Begeisterung an der Holzwerkstatt teilgenommen, die die Stadt Eschwege in diesem Jahr als Ferienspiele angeboten hat.
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Bemalt sein selbst gebautes Vogelhäuschen: Der neunjährige Lenny Knispel aus Eschwege hat mit Begeisterung an der Holzwerkstatt teilgenommen, die die Stadt Eschwege in diesem Jahr als Ferienspiele angeboten hat.

Eschwege – Die Ferienbetreuung der Jugendförderung der Kreisstadt Eschwege geht in die nächste Runde. In dieser Woche beschäftigen sich zwölf Jungs und Mädchen mit allem rund ums Holz.

Eschwege - Denn diese Woche steht ganz unter dem Thema „Holzwerkstatt“. Sehr zur Überraschung der Betreuerinnen Sabrina Schütte, Lisa Gliemroth und dem Organisator Rigobert Gaßmann haben sich in diesem Jahr mehr Mädchen als Jungs zur Holzwerkstatt angemeldet.

Anfang der Woche haben sich die Kinder überlegt, was sie aus Holz machen möchten und dann angefangen, Skizzen und Pläne zu erstellen. Diese Ideen haben die Kinder dann mit etwas Hilfe ihrer Betreuerinnen umgesetzt. Im Laufe der fünf Tage entstanden Vögelhäuschen, Insektenhotels und kleine Kisten.

„Die Ferienbetreuung dient dazu, Fähigkeiten der Kinder zu entdecken und diese zu fördern“, erzählt Rigobert Gaßmann. Deswegen achtet die Stadt Eschwege besonders darauf, dass aus jedem Bereich etwas angeboten wird. Die Kinder können sich zwischen den Themen Kunst, Medien, Handwerk oder Natur entscheiden. In der Holzwerkstatt geht es hauptsächlich darum, die Selbstständigkeit und Kreativität der Kinder zu fördern. „Sie können eigene Ideen entwickeln und diese dann umsetzen“ erklärt Sabrina Schütte, die normalerweise als Tischlerin bei der Werkstatt für junge Menschen in Eschwege arbeitet.

Deshalb gibt es auch kein bestimmtes Thema: Die Kinder dürfen bauen, was sie möchten und ihr Erbautes auch so bemalen und dekorieren, wie sie möchten. „Stell dir mal vor, wir müssten malen, wie die Erwachsenen das wollen“ sagt der neunjährige Lenny Knispel zu seinem achtjährigen Freund Finn Picha, als sie ihre Vogelhäuschen bemalen. Die Kinder haben Spaß und verstehen sich auch untereinander gut. Viele kennen sich aus der Schule oder sogar schon seit der Kita. Oft planen die Kinder schon für das nächste Jahr, dass sie zusammen zu den Ferienspielen gehen, denn für viele ist es wie ein Ritual.

„Viele Kinder, die selber jahrelang zu den Ferienspielen gekommen sind, werden später selber Betreuer oder Betreuerinnen“ so Gaßmann.

Doch nicht nur das Handwerken steht auf dem Plan. Es gibt regelmäßig Pausen, in denen die Kinder auf dem Gelände der Anne- Frank- Schule spielen können.

Die Stadt Eschwege öffnet für die Ferienspiele alle Schulen, um den nötigen Platz zu bieten.

Von Annika Brassel

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