Überwintern im Werratal: Vogelkundler beobachten Graugänse rund um Eschwege

Seit vielen Jahren brüten Graugänse und Nilgänse am Werratalsee und den anderen Kiesteichen im mittleren Werratal.

Im Herbst und Winter fliegen weitere Gänse aus dem Norden ein, um hier im Werratal zu überwintern.Das größte Kontingent bilden die Graugänse.

Zu diesen gesellen sich auch andere nordische Gänsearten, so zum Beispiel Saatgänse und Blässgänse, sodass in den Wintermonaten Flüge von mehreren Hundert Gänsen auf den Feldern – nicht immer zur Freude der Landwirte – rund um Eschwege angetroffen werden.

Besonders überrascht waren Vogelbeobachter, als Ende Dezember zwei mit einem großen, gelben Halsring markierte Graugänse auftauchten. Solche Ringe werden von Forschern eingesetzt, um das Wanderverhalten der Vögel genauer zu erforschen. Diese mit einem Code versehenen Halsringe konnten am letzten Wochenende von den Beobachtern Guntram und Felix Börner mit dem Fernglas abgelesen werden.

Mithilfe von Dr. Andreas Goedecke, Vogelberingungsexperte aus dem Eichsfeld, konnte so die Herkunft der Gänse geklärt werden. Beide Vögel sind als junge Ganter im Juni bei Leer in Ostfriesland von Forschern beringt worden und konnten bis Mitte Dezember regelmäßig gemeinsam in Ostfriesland beobachtet werden.

Jetzt haben die beiden Gänsefreunde offenbar beschlossen, die unwirtliche Nordseeküste zu verlassen und lieber in unserem beschaulichen Werratal zu überwintern. red/esp Foto: Jörg Brauneis/NH

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