Volle Busse und Maskenpflicht

Eltern kritisieren Kapazitätsprobleme in Bussen zum Schulstart

Ordentlich gefüllt: Viele der Schüler müssen in diesem Bus nach Langenhain stehen. Im Innenraum tragen alle eine Maske. Öfefnttlicher Nahverkehr ÖPNV Bus Busse Busfahrten Linienbus Schüler Schülertransport Bushaltestelle Haltestelle Bushalte
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Ordentlich gefüllt: Viele der Schüler müssen in diesem Bus nach Langenhain stehen. Im Innenraum tragen alle eine Maske.

Seit Beginn des neuen Schuljahres kommt es im öffentlichen Nahverkehr im Werra-Meißner-Kreis gelegentlich zu Kapazitätsproblemen in den Bussen. Die Nahverkehrsgesellschaft überprüft jetzt, welche Busse besonders betroffen sind und wird eventuell nachsteuern.

Eschwege - Gerade zu den Stoßzeiten am Morgen in Richtung Eschwege und insbesondere am Mittag nach der sechsten Stunde seien die Busse auf manchen Strecken von der Kreisstadt aus übervoll. Eltern hatten sich beim Nahverkehr Werra-Meißner (NWM) beschwert.

Ganz überraschend kommen die Beschwerden für die Nahverkehrsgesellschaft Werra-Meißner nicht. Die Probleme würden fast immer zu Schuljahresbeginn auftreten, berichtet Geschäftsführer Roland Lentz. Die neuen Fünftklässler seien oft noch unerfahren. „Nach ersten Erkenntnissen ist die unausgewogene Nutzung der vorhandenen Fahrtenangebote erkennbar.“ Meist konzentrierten sich die Schüler auf ein bestimmtes Fahrzeug, während wenige Minuten vor oder nach dieser Fahrt an der gleichen Haltestelle Busse halten würden, in denen noch viele Plätze frei seien. Besonders betreffe das die Linie von Eschwege über Reichensachsen und Waldkappel nach Hessisch Lichtenau. „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass nach einer Anlaufphase zu Beginn eines neuen Schuljahres eine gewisse Routine bei den Schülern eintritt, wenn sie sich in ihrem teilweise neuen Umfeld eingelebt haben“, sagt Lentz.

Bereits in der dritten Woche normalisiere sich das Aufkommen in den Bussen in aller Regel. In Richtung Herbst könnten aber neue Fahrschüler hinzukommen, die zuvor mit dem Fahrrad zur Schule gefahren sind oder in den ersten Wochen von den Eltern gebracht wurden. An alle anderen Fahrgäste appelliert Lentz, die Busverbindungen vor Schulbeginn um 8 Uhr und nach der sechsten Stunde gegen 13 Uhr nach Möglichkeit zu meiden.

Besondere Aufmerksamkeit erfährt die Kapazitätsausnutzung der Busse momentan durch die Abstands- und Hygieneregeln aufgrund der Coronabestimmungen. Im öffentlichen Nahverkehr, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, müssen Mund-Nase-Masken getragen werden. Busfahrer berichten, dass die Masken in fast allen Fällen getragen würden. Maskenverweigerer seien die Ausnahme und Nichttragen beruhe meist auf Vergesslichkeit der Schüler, wie zwei Fahrer, die nicht namentlich genannt werden möchten, bestätigen.

Aufgrund der Sensibilität in den Bussen würde sich Lentz mehr Kontrollen der Maskenpflicht wünschen. Die Polizei Werra-Meißner ist dafür zwar nicht zuständig, kontrolliert aber während Streifen sporadisch. Kontrollen sollten nach Angaben eines Polizeisprechers die Ordnungsämter der Kommunen und das Gesundheitsamt des Kreises übernehmen.

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