Miteinander üben und voneinander lernen

THW Eschwege und Freiwillige Feuerwehren aus Meinhard proben  den Ernstfall

Eschwege/Meinhard. Rauch dringt aus dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Motzenrode. Schnell gelingt es Mitgliedern der Feuerwehr und des THW, ein Fenster zu öffnen und mit dem richtig ausgerichteten Druckbelüfter dafür zu sorgen, dass der Qualm entweicht. Was im ersten Moment wie ein Ernstfall wirkt, bildete am vergangenen Samstag eine Station der gemeinsamen Zirkelausbildung des THW-Ortsverbandes Eschwege und der Freiwilligen Feuerwehr Meinhard in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, der Rettungshundestaffel Werra-Meißner und dem Energienetz Mitte.

Gemeinsame Übung des THW Eschwege und der Feuerwehren Meinhard

An sieben Stationen hatten die Mitglieder dabei die Möglichkeit, die Arbeit der anderen Teilnehmer besser kennenzulernen und gemeinsam das richtige Verhalten bei ungewöhnlichen Einsätzen zu üben, ganz nach dem Motto „Miteinander üben und voneinander lernen“. „Dieser Tag ist wichtig, um andere zu treffen und ihre Strategien kennenzulernen“, weiß THW-Zugführer Michael Kuß-Schönzart.

Während die Mitglieder des THW den Feuerwehrleuten bei einer Station das Retten einer Person von einem Baugerüst und die dazugehörige Eigensicherung erklärten, lernten diese in Motzenrode mehr über den Einsatz eines Druckbelüfters im Brandfall. 95 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, 25 des THW und elf der Rettungshundestaffel waren von der Alarmierung um 8.45 Uhr bis zum Ende der Nachbesprechung gegen 18 Uhr unterwegs. Dabei erhielten die Gruppen die Koordinaten für ihren nächsten Einsatzort und übten somit vor jeder Station das Kartenlesen, da ein kleiner Fehler hier besonders innerhalb eines Ortes oder der Stadt wertvolle Zeit kostet. Ein Team des Hessischen Rundfunks begleitete einige Übungen für einen Beitrag in der Hessenschau mit. In kleinen Interviews erklärte beispielsweise Anja Hoche von der Rettungshundestaffel Werra-Meißner, wie man vorgeht, um eine vermisste Person möglichst schnell finden zu können.

Bei der simulierten Rettung eines Freiwilligen aus einem Lkw, die in Frieda stattfand, erklärten Helfer des Roten Kreuzes die Stabilisierung einer verletzten Person und wiesen dabei ebenfalls darauf hin, dass die konkrete Versorgung bei einigen Verletzungen nur von speziellen Kräften vorgenommen werden sollte, um weitere Schädigungen zu vermeiden.

Bei der Nachbesprechung im Feuerwehrgerätehaus in Grebendorf dankten Thomas Reichelt, Michael Kuß-Schönzart und Bürgermeister Gerhold Brill den Organisatoren, den Gruppen und den Helfern, die ihre Zeit investiert und ihre privaten Fahrzeuge genutzt hatten. 3

Von Eden-Sophie Rimbach

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