Resonanz ist überwältigend: Geld und Personal fehlen noch

Knochenmarkspende: Viele Menschen haben Hilfe für kranken Henrik zugesagt

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Wenn der Krankenhausaufenthalt zum Alltag wird: Henrik Wolf hat bereits viele Monate seines jungen Lebens im Hospital verbracht. Jetzt braucht er eine Knochenmarkspende.

Eschwege. Die Resonanz vom Wochenende ist überwältigend. Immer wieder erreichen Klaus Wolf und seine Frau Annette aufmunternde Nachrichten und Anrufe – auch von Leuten, die sie bislang nicht kannten. Alle wollen ihrem Sohn Henrik helfen, der dringend eine Knochenmarkspende braucht.

Entweder wollen sich die Menschen für den Fünfjährigen typisieren lassen oder wollen Geld spenden. Viele haben sich bereits direkt mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in Verbindung gesetzt.

Am Samstag, 17. Mai, soll in der Dünzebacher-Torturm-Halle von 10 bis 18 Uhr die Typisierung stattfinden. Der an der septischen Granulomatose leidende Henrik benötigt zur Bekämpfung der seltenen Erbkrankheit eine Knochenmarkspende. Deshalb sollen sich möglichst viele Freiwillige, für die die Aktion kostenlos ist, registrieren lassen. Einige Initiativen haben sich bereits gegründet. Der Reit- und Fahrverein Meinhard veranstaltet beispielsweise am kommenden Samstag von 15 bis 17 Uhr auf dem Reitplatz am Freizeitzentrum zwischen Grebendorf und Eschwege Ponyreiten. Der „Facebook-Stammtisch“, eine Gruppe von Ingo Käbberich aus Frieda, will am Samstag vor der Bäckerei Wolf am Stad für Henrik grillen. Der SC Niederhone spendet die Einnahmen aus den beiden Fußballspielen am Samstag. Alle Erlöse gehen auch auf das Spendenkonto. Der Nahverkehrsverbund bringt jeden, der zur Typisierung möchte, kostenlos mit dem Bus zur Halle.

Die Organisatoren suchen jetzt noch medizinische Fachkräfte, die Blut abnehmen dürfen. Einige Menschen haben sich schon gemeldet. 30 Helfer braucht man für den achtstündigen Blutspende-Marathon aber mindestens.

Insgesamt 7000 Euro sind bereits auf dem Spendenkonto und durch Bargeldspenden eingegangen. „Leider ist das längst noch nicht genug“, sagt Michael Schmidt, der die Typisierung zusammen mit anderen Freunden der Familie Wolf organisiert. „Wenn sich 1000 Menschen typisieren lassen, brauchen wir auch 50 000 Euro, damit das Blut untersucht werden kann“, sagt Schmidt.

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