Die Vorfreude ist riesig

Karl Montag stellt seine  Johannisfest-Höhepunkte vor

Besichtigt schon mal die Johannisfest-Vorbereitungen auf dem Werdchen: Eschweges Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag, der gerne mit seinem Fahrrad durch die Kreisstadt fährt. Foto: Rissmann

Eschwege. Das Fest der Freuden steht vor der Tür. Bereits heute Abend starten in vielen Straßen die Vorbereitung beim gemeinsamen Kränzewickeln.

Auch Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag wird zum Kränzewickeln bei den Leuchtberg-Fanfaren am Dünzebacher Torturm dabei sein und ein Festbier trinken. Allerdings wird es nicht sein erstes Johannisfest-Bier sein, denn das hat er bereits im Januar getrunken. „Das erste Johannisfest-Bier gibt es nach der Sitzung der Johannisfest-Kommission“, erklärt Montag. Dies sei die harmonischste und schönste Sitzung überhaupt im politischen Jahreskalender. Die Kommission lege das Motto, die Plakette und den Ablauf fest. Auch privat ist Montag bereits bestens vorbereitet: „Die Fahne wird bei mir traditionell am Sonntag vor dem Johannisfest gehisst.“

Für uns blickt Montag schon einmal auf die anstehenden Festtage:

Donnerstag 

Offiziell startet das Johannisfest am Donnerstag und dann reisen die Gäste aus den Partnerstädten Mühlhausen und Regen sowie die Schiffsbesatzung des Patenschiffes der Bundespolizei BP24 Eschwege aus Warnemünde. „Die Besatzung des zweiten Patenschiffes, der Tender Werra, ist ja derzeit im Einsatz unterwegs“, sagt Montag. Gemeinsam mit den Gästen wird dann abends der Auftakt im Festzelt gefeiert. „Es ist wunderbar so unbeschwert mit den Gästen zu feiern, man lernt sich mal ganz anders kennen“, sagt Montag.

Freitag

Am Freitag startet für Montag das Johannisfest mit dem Johannisfestreiter, der mit dem hellen Klang der Fanfare das Fest der Freuden verkündet. „Ich schaue mir den Reiter gerne bei seiner ersten Station auf dem Marktplatz an“, verrät Montag. Allerdings ist dies nur offiziell die erste Station, denn als allererstes sehen ihn die Bewohner des Seniorenwohnheims Brückentor, denn der Reiter startet von der gegenüberliegenden Reithalle. Nach dem Reiter muss es schnell gehen: „Ich gehe mich Zuhause umziehen, um pünktlich zum Empfang im Rathaussaal zurück zu sein“, sagt Montag. Dann ist auch die Delegation der französischen Partnerstadt St.-Mandé da.

Besonders freut er sich darauf, mit den Gästen im Innenhof des Rathauses Girlanden zu wickeln. „So können die Gäste an unserer Tradition teilhaben und mittlerweile können auch alle schon das Dietemann-Lied perfekt mitsingen“, sagt Montag. Im Anschluss an den offiziellen Teil genießen dann viele der Gäste noch das Treiben in der Innenstadt.

Samstag 

Der Samstag startet traditionell früh: Gegen 10.30 Uhr kommt der Maienzug der Schüler auf dem Marktplatz an. „Für die Schüler geht es noch früher los, die starten ihren Marsch um 8 Uhr nach Grebendorf, wo sie die Maien aufnehmen und zurück nach Eschwege laufen“, erklärt Montag. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Festausschuss-Kommission, Jörg Hartebrodt, prämiert Montag dann die größte und schönste Maie. Nach der Rede von Bürgermeister Alexander Heppe und dem gemeinsamen Singen des Dietemannliedes, geht es zum Empfang der Stadt in der Stadthalle. „Eschwege hat ja keinen Neujahrsempfang und so ist das der einzige offizielle Empfang der Kreisstadt“, erklärt Montag.

Doch allzu lange darf es nicht dauern, denn im Anschluss geht Montag, wie viele andere Eschweger am Johannisfest-Samstag, mit seinem Stammtisch in die Kneipe. „Bei allen offiziellen Veranstaltungen muss es auch Freiräume für das Privatleben geben“, sagt er. Und so geht es am Nachmittag mit der Familie auf den Festplatz. „Meine Enkelin Marlene ist zwei und kann bereits die erste Strophe des Dietemannliedes“, ist Großvater Montag stolz.

Sonntag 

Auch der Sonntag startet früh: Denn gegen acht Uhr steht der Spielmannszug für ein Ständchen bei ihm im Garten, zum Wecken. Ich bin allerdings Frühaufsteher und deshalb erwarte ich die Musiker immer schon“, sagt Montag und betont, dass ohne das Engagement der vielen Vereine das Johannisfest gar nicht möglich wäre. Zum Festzug zieht er etwas früher los und schaut sich ab 13 Uhr die Aufstellung auf dem Schulberg an. „Dann sieht man schon einmal, was die einzelnen Gruppen zu bieten haben“, sagt er. Viele Gäste reisen im Anschluss ab, doch zuvor lädt Montag alle noch zu einem „Abschiedsgetränk“ in den Biergarten auf dem Festplatz ein. Danach ist auch für ihn wieder Familienprogramm.

Montag 

Den Frühschoppen im Festzelt ab 11 Uhr will Montag nicht missen. „Dort gibt es wohl die längste Theke im Werra-Meißner-Kreis - es ist wunderbar“, betont er. Im Anschluss geht er noch einmal mit der Familie über den Platz.

Das Festprogramm ist straff, doch geschlaucht fühlt er sich nicht, im Gegenteil: „Ich bin richtig freudig“, sagt Montag. Ganz getreu dem Motto: „Nach dem Johannisfest, ist vor dem Johannisfest."

Von Diana Rissmann

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