Keine offizielle Verabschiedung

Vorstand Bettina Maschke verlässt die VR-Bank Mitte

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Bettina MaschkeEx-VR-Bank-Vorstand

Werra-Meißner – Bettina Maschke ist seit 1. März nicht mehr Vorstand der VR-Bank Werra-Meißner beziehungsweise der neuen VR-Bank Mitte.

Das bestätigte das Geldinstitut erst am Donnerstagvormittag auf Anfrage.

Der Aufsichtsrat und Maschke (47) hätten sich „im Nachgang zu den Verschmelzungsbeschlüssen“ der VR-Bank Werra-Meißner und der Volksbank Mitte (Duderstadt) im vorigen Jahr und „im Zuge eines notwendig gewordenen Umbaus im Vorstand“ auf eine Beendigung ihrer Vorstandstätigkeit zum 28. Februar geeinigt – „im besten Einvernehmen“, wie es in der am Vormittag veröffentlichten Pressemitteilung heißt. Zu den Hintergründen wollte Vorstand Uwe Linnenkohl auf Nachfrage „keine Angaben machen“. 

Keine Neubesetzung 

Neu besetzt wird die Position Maschkes, für die keine offizielle Verabschiedung vorgesehen sei, laut Linnenkohl nicht. Im Fusionsvertrag sei die Absicht festgehalten worden, dass die verschmolzene Bank von drei Vorständen geführt wird. Diese „Zielgröße“, sagte Linnenkohl, sollte „spätestens bis 1. Januar 2021“ erreicht sein.

Da Vorstandssprecher Holger Willuhn von der Volksbank Mitte – wie seit langem geplant – Ende Februar in die Passivphase der Altersteilzeit verabschiedet wurde, ist das Führungsgremium nun schon 22 Monate früher nur noch dreiköpfig.

Alter und Geschlecht hätten bei der Entscheidung keine Rolle gespielt, antwortete Linnenkohl auf die Frage, warum mit Bettina Maschke ausgerechnet das einzige weibliche Vorstandsmitglied geht. Und an „Spekulationen“ werde er sich nicht beteiligen, beugte er weiteren Nachfragen beispielsweise bezüglich eines denkbaren „Bauernopfers“ für die Fusion vor.

Eine Trennung aufgrund möglicher „Unregelmäßigkeit“ durch Maschke negierte Linnenkohl aber indirekt mit Verweis auf die Formulierung der Pressemitteilung durch den Aufsichtsrat. Danach „bedauert“ dieser Maschkes Ausscheiden „sehr“.

Seit April 2017 bei der VR-Bank 

Die 47-Jährige war Mitte April 2017 zur VR-Bank gekommen und im Vorstand für Vertrieb und Vermögensmanagement zuständig, sie war die Nachfolgerin des im Dezember 2016 ausgeschiedenen Stefan Fross. Maschke begann ihre Karriere nach dem Abitur mit einer Ausbildung bei der BFG-Bank, war anschließend 15 Jahre bei dem Unternehmen und seinen Rechtsnachfolgern beschäftigt. Seit 2009 arbeitete die 47-Jährige in leitenden Funktionen bei der Sparkasse, zuletzt als stellvertretender Vorstand bei der Kreissparkasse Osterholz.

Bis Donnerstagnachmittag war sie für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.  

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