Kreditinstitute führen Gespräche über gemeinsame Zukunft

VR-Banken wollen über Fusion verhandeln

+
VR-Bank-Logo

Werra-Meißner. Die VR-Banken Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg wollen fusionieren. „Mit der Aufnahme von ersten Gesprächen planen die Vorstände und Aufsichtsräte langfristig eine mögliche gemeinsame Zukunft beider Häuser durch Fusion“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der genossenschaftlichen Kreditinstitute.

Das Ziel der Fusion bestehe in der Bündelung der regionalen Kräfte. „Wir wollen dadurch auch die Chance erhalten, unser dichtes Geschäftsstellennetz an attraktiven Standorten aufrecht zu halten, auch wenn wir an einigen Stellen aus Kostengründen eher über Zusammenlegung von Standorten nachdenken“, sagt Roland Tries, Vorstand der VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg.

Als Gründe für die angestrebte Fusion nennen die Vorstände der beiden Genossenschaftsbanken „regulatorische Vorgaben aus Brüssel und Berlin“, die immer höhere Investitionen in Personal und Infrastruktur nach sich zögen und die sich damit „für kleinere Institute in absehbarer Zeit nicht mehr sinnvoll darstellen lassen“.

Darüber hinaus würden negative demografische Veränderungen die beiden Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner treffen. Dem soll mit dem Zusammenschluss entgegengewirkt werden. Uwe Linnenkohl, Vorstand der VR-Bank Werra-Meißner dazu: „Dieser Situation wollen wir uns aktiv und gut gerüstet stellen.“ Deshalb würden die beiden VR-Banken jetzt prüfen, ob sie diesen Weg künftig gemeinsam beschreiten wollen, so Linnenkohl weiter. Bereits während der Vertreterversammlung im Frühsommer hatten die beiden Vorstände der VR-Bank Werra-Meißner, Stefan Fross und Uwe Linnenkohl, Fusionspläne geschmiedet.

Die beiden Kreditinstitute unterscheiden sich in ihrer Bilanzsumme erheblich. Während die VR-Bank Werra Meißner an der Milliardengrenze kratzt, erreicht der kleinere Verhandlungspartner weniger als 600 Millionen Euro.

Von Harald Sagawe

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare