Gerold Schwarz löst Ullrich Roßbach-Hitzeroth ab

Wechsel an der Spitze des Eschweger Stadtmarketing 

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Ullrich Roßbach- Hitzeroth 

Eschwege. Gerade noch hatte er sich am Mittwochabend als neues Mitglied der Initiative Stadtmarketing den anderen vorgestellt, eine halbe Stunde später wurde Gerold Schwarz schon zum Ersten Vorsitzenden derselben gewählt. Damit löst der Geschäftsführer von Schloss Wolfsbrunnen und des Werotels den bisherigen langjährigen Amtsinhaber Ullrich Roßbach-Hitzeroth ab.

Kaum gewählt, übernahm der 50-Jährige die Leitung der Jahreshauptversammlung und gab erste Einblicke in seine Visionen eines neuen, weiterentwickelten Konzeptes für die zukünftige Vermarktung der Dietemannstadt. Dass er gebürtig aus Thüringen stammt und erst seit eineinhalb Jahren in Eschwege wohnt, sieht er dabei als Vorteil: „Uns geht es gut hier, nur viele sind sich dessen nicht bewusst“, kritisiert er.

Vielmehr würde geschimpft über Dinge, die nicht optimal laufen. Vorhandenes eher stiefmütterlich behandelt. Attraktivität sei das Stichwort, so Gerold Schwarz. „Das erreichen wir, indem wir alle an einem Strang ziehen - aus allen Branchen und aus allen Ecken der Region, nicht nur aus Eschwege“, fährt er fort.

Gerold Schwarz

Der Hotelfachwirt bringt viel Erfahrung mit: In mehreren Ländern schon, hauptsächlich in den Ostblockstaaten, arbeitete er als sogenannter Pre Opener. Auf deutsch: Er brachte Betriebe zum Laufen, von der Grundsteinlegung des Gebäudes bis hin zur Eröffnung. „Dadurch bin ich fit in allen Bereichen der Hotelbranche“, sagt Schwarz. Durchschnittlich eineinhalb Jahre ist er an einem Ort geblieben, dann zog er zum nächsten Projekt.

Im Mecklenburg-Vorpommerschen Neubrandenburg saß er schon einmal im Stadtmarketing. „Dort habe ich gelernt, wie wichtig Netzwerke sind, und wie anstrengend es für jedermann ist, ein großes Event auf die Beine zu stellen“, sagt er. Am Ende aber, ergänzt Schwarz mit strahlenden Augen, zeugten ein überwältigender Gästestrom und jede Menge Lob vom Erfolg, der jeder Anstrengung Recht gebe.

„In einer Gemeinschaft gibt es keine Feinde, sondern Freunde“, so Schwarz. Wenn zwei Einzelhändler derselben Branche sich an einem Fest beteiligen, dann dürfe es da keinen Futterneid geben: „Man muss schauen, wo man sich ergänzen kann, damit der Gast es so angenehm wie möglich hat.“ Dienstleistung und Verlässlichkeit stünden an erster Stelle.

Bürgermeister Alexander Heppe freut sich auf viele neue Ideen, wie er sagt: „Die Initiative ist nach wie vor lebendig.“

Von Stefanie Bettinger

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