Der engagierte Sportler, Pädagoge und Historiker Herbert Fritsche wird 80 Jahre alt

Er ist ein wackerer Kumpan

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Herbert Fritsche wird 80: Ein guter Tropfen gehört dazu.

Eschwege. Wenn die Freunde des Sportlerstammtisches Olympia die Gläser erheben und singen, danken sie damit einem ihrer Stammtischbrüder mit einem aus kräftigen Männerkehlen geschmetterten „Er ist ein wackerer Kumpan, wir stoßen freudig mit ihm an“ für eine Runde hochgeistiger Getränke.

Heute wird der Männergesang wieder erschallen, wenn die Stammtischler ihren Präsidenten Herbert Fritsche ehren. Er feiert mit ihnen seinen 80. Geburtstag.

Der nach Turner-Tradition besungene „wackere Kumpan“ charakterisiert den Menschen Herbert Fritsche sehr treffend. Für den bekannten und verdienstvollen Bürger der Stadt war zwar in allen beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten und Aufgaben immer die notwendige Distanz zu seinen Partnern geboten und gewünscht. „Habba“ Fritsche legte aber großen Wert darauf, auch als verständnisvoller Kamerad und Kumpel verstanden und behandelt zu werden.

Als Sportler, Pädagoge, Historiker und Vereinsvorsitzender erwarb Herbert Fritsche, in Kassel geboren und 1943 nach Eschwege verzogen, viele Verdienste. Von 1982 bis 1999 gab der Studiendirektor als Leiter der Friedrich-Wilhelm-Schule vielen jungen Menschen das Rüstzeug für ihr späteres Leben mit. Der als Turner und Fechter aktive Sportler gab seine Erfahrungen später als Trainer einer erfolgreichen Turnerinnen-Riege und zwölf Jahre auch als Erster Vorsitzender des Eschweger TSV weiter.

Herbert Fritsche ist einer der Motoren der nun schon 25 Jahre alten Städtepartnerschaft mit Saint Mandé. Er war viele Jahre Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins, Mitbegründer und Vorsitzender der Eschweger Zinnfigurenfreunde. Aber auch der Geschichtsverein Eschwege, die Historische Gesellschaft und die Ehemaligenvereinigung Eschweger Gymnasien zählen auf den Mitarbeiter Herbert Fritsche. In der Geschichte von Eschwege und der Region kennt sich Herbert Fritsche wie kaum ein Zweiter aus. In zahlreichen Veröffentlichungen, Büchern und über 200 Kalenderblättern in der Werra-Rundschau gab Fritsche sein Wissen weiter. Auf eine weitere Buchveröffentlichung warten seine Freunde gespannt. Legendär waren die Festvorträge des großartigen Rhetorikers Fritsche.

Das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2005 verliehen, der Landesehrenbrief, die Ehrenplakette der Stadt Eschwege und hochrangige Auszeichnungen des Deutschen Turnerbundes, des Landessportbundes Hessen und des Eschweger TSV danken Herbert Fritsche für sein vorbildliches ehrenamtliches Wirken.

Man möge ihm so wie er ist auch künftig in Freundschaft gewogen bleiben, wünschte sich Fritsche bei einem der Stammtischabende. Dass er noch möglichst viele Jahre in den „Wackeren Kumpan“ mit einstimmen will (Fritsche: „Meine Mutter wurde schließlich 100 Jahre alt - minus drei Monate“), hören seine Stammtischfreunde mit großem Vergnügen.

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