Energiesparen zahlt sich aus

Wärmewende: 392 000 Euro vom Land Hessen für Quartierssanierung im Werra-Meißner

Auftakt in der Eschweger Stadthalle: (von links) Kümmerer Wolfgang Stricker, Bürgermeister Heppe, Sanierungsmanagerin Annegret Franz, Armin Raatz, Staatsekretär Deutschendorf, Klimaschutzmanager Schülbe und Projektleiter Dr. Wallmann.
+
Auftakt in der Eschweger Stadthalle: (von links) Kümmerer Wolfgang Stricker, Bürgermeister Heppe, Sanierungsmanagerin Annegret Franz, Armin Raatz, Staatsekretär Deutschendorf, Klimaschutzmanager Schülbe und Projektleiter Dr. Wallmann.

Energie. Zukunft. Gestalten. Hinter diesen Schlagworten steht ein bundesweit einzigartiges Modellprojekt, die „Quartierssanierung im Werra-Meißner-Kreis“, das Bürgerinnen und Bürgern bei Vorhaben zur energetischen Modernisierung ihrer Gebäude unterstützt, durch kostenfreie Bau- und Fördermittelberatung und einen individuellen Modernisierungsfahrplan.

Eschwege - Mitte September begrüßte Erster Kreisbeigeordneter und Projektleiter, Dr. Rainer Wallmann, zur Auftaktveranstaltung in der Stadthalle neben Vertretern der Lenkungsgruppe, des Beirates, des Sanierungsmanagements, der Kümmerer und der Begleitforschung auch Jens Deutschendorf. Er ist Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, das dieses Projekt mit 392 000 Euro fördert.

Wärmewende muss gelingen

„Die Wärmewende muss gelingen, wenn wir den Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen decken wollen, müssen unsere Investitionen nach vorn gedacht werden“, betonte Deutschendorf. Der Werra-Meißner-Kreis handle zukunftsweisend, die Kommunen müssten dank der Förderung nur einen für sie leistbaren Anteil übernehmen. „Der Klimawandel ist eines der drängendsten Probleme, die Energiewende eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit, die Energie- und Wärmewende muss weiter entschlossen umgesetzt werden“, sagte er.

Klimaschutz zwingend erforderlich

„Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass die Zukunft der kommenden Generationen stark gefährdet und Klimaschutz zwingend erforderlich ist. Wir arbeiten intensiv in den ersten sechs Quartieren mit dem Team und den Bürgerinnen und Bürgern der Quartiere zusammen, weitere können dazukommen und von der hohen Förderung profitieren“, so Dr. Wallmann.

Große Chance für den Landkreis

Bürgermeister Alexander Heppe, stellvertretender Projektleiter, sieht eine große Chance für den gesamten Kreis in diesem Modellprojekt. „Wir haben ein Netzwerk aus Fachleuten, die Eigentümer profitieren von kostenfreier Beratung und Kooperation. Energiesparen zahlt sich aus, für das Klima und auch für den eigenen Geldbeutel. Jeder Einzelne kann etwas tun“, so Heppe.

Die Quartiers-Agenten

Elementarer Bestandteil des Projektes sind die Quartiersagenten der bislang beteiligten Quartiere Eschwege, Germerode, Großalmerode, Herleshausen, Netra und Witzenhausen. „Die Kümmerer vor Ort machen unser Angebot bekannt und stellen den Kontakt zum Sanierungsmanagement her“, sagte Holger Schülbe, Klimaschutzmanager des Kreises, der das Projekt vorstellte. Die Anfragen kämen aus dem gesamten Kreisgebiet, die Bereitschaft der Menschen, ihr Lebensumfeld fit für die Zukunft zu machen, sei groß.

„Der Werra-Meißner-Kreis ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die energetische Modernisierung von Gebäuden in ländlichen Räumen erfolgreich umgesetzt werden kann“, sagte Armin Raatz, (Klima und Energieagentur KEEA GmbH), aus Sicht der Begleitforschung. Durch eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit von Städten und Kommunen im ländlichen Raum, bei der Kosten und Wissen geteilt würden, könne die Wärmewende gelingen.

qs-wmk.de

Von Diana Wetzestein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare