Mitglieder der Marburger Geographischen Gesellschaft informierten sich über Eschwege

Wandel ist nicht schlimm

Neugieriger Streifzug durch Eschwege: Bürgermeister Alexander Heppe (Mitte) zeigte den Mitgliedern der Marburger Geographischen Gesellschaft die Vorzüge der Kreisstadt. Foto: Berg

Eschwege / Meißner. „Zur Landschafts- und Kulturgeschichte von Meißner und unterem Werratal: Eine Reise in die Mitte Deutschlands“ hieß die Exkursion, die die Gruppe der Marburger Geographischen Gesellschaft am Samstag machte. Zuerst besuchten die 45 Teilnehmer den Meißner, am Mittag trafen sie sich vor dem Eschweger Rathaus, wo Bürgermeister Alexander Heppe die Gruppe empfing.

Heppe stellte den Besuchern verschiedene Projekte der jüngsten Vergangenheit vor. „Uns interessiert besonders, wie eine Stadt wie Eschwege mit dem demographischen Wandel umgeht“, erklärten Dr. Walter Wilhelm Jungmann und Dr. Ansgar Dorenkamp, die die Exkursion leiteten.

Mutig anpacken

„Der demographische Wandel ist alles andere als schlimm, man muss sich einfach nur darauf einstellen und seine Strategien daran anpassen“, antwortete Heppe. Man müsse es eben einfach anpacken und sich einfach trauen. Die Gruppe der 64-jährigen und älteren Menschen in der Kreisstadt würde 24 Prozent ausmachen. „Aber mit 65 ist man heute kein alter Mensch mehr, die Strukturen verändern sich und man kann auch in diesem Alter noch einen Zuzug generieren“, so Heppe weiter. Prognosen, in denen mit unter 17 000 Einwohnern in Eschwege bis zum Jahr 2030 gerechnet wird, sollen mit Hilfe von aktivem Gegensteuern abgewendet werden. „Unsere aktuellen Prognosen pendeln sich bei 19 000 Einwohnern ein“, so Heppe. Neben dem neuen Eschweger Marktplatz und der Schlossgalerie war auch der neue Gebäudekomplex des Vereins Aufwind ein Thema. „Wir sind begeistert, wie gut Eschwege sich dem Wandel stellt und finden es hier sehr schön“, so Dr. Walter Wilhelm Jungmann.

Die Marburger Geographische Gesellschaft kümmert sich um die Förderung der geographischen Wissenschaft und die Verbreitung geographischer Kenntnisse. In den vergangenen Jahren hat die Gesellschaft weltweite Exkursionen unternommern, der hessische Raum ist dabei für Tagesausflüge sehr beliebt.

Von Sonja Berg

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