Werratalsee am Dienstagabend Thema in Eschweger und Meinharder Ausschüssen

Wasserspiegelanhebung ist wohl nicht möglich

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Kontrolle der Wasserqualität: Der Werratalsee wird regelmäßig überprüft.

Eschwege / Meinhard. Die Wasserspiegelanhebung des Werratalsees wird vermutlich am Widerspruch des Regierungspräsidiums scheitern. Davon geht Meinhards Bürgermeister Hans Giller aus. „Der Regierungspräsident wird der Anhebung nicht zustimmen“, sagte Giller gestern im Vorfeld der heutigen Sitzung der Ausschüsse der Anrainerkommunen Eschwege und Meinhard in Schwebda.

Giller beruft sich auf die jetzt vorliegenden Gutachten, die während der heutigen Sitzung vorgestellt werden sollen. Daraus gehe hervor, dass mit der Anhebung des See-Niveaus um 70 Zentimeter bis zu einem Meter, Retentionsraum zur Hochwasserbewältigung von etwa einer Million Kubikmeter verloren ginge. „Eschwege kann Ersatzflächen aber höchstens bis zu einem Raum von 300 000 Kubikmetern anbieten“, so Giller.

Giller setzt jetzt darauf, dass die übrigen Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität weiter greifen. Der Fischbestand wurde in den zurückliegenden Monaten deutlich reduziert. Darüber hinaus wurde das marode Kanalnetz in Schwebda am Ostufer des Sees saniert.

„Die Qualität des zulaufenden Grundwassers hat sich durch die Kanalabdichtung deutlich verbessert“, sagt Giller, dessen Eschweger Amtskollege Alexander Heppe gestern ein „gutes Zwischenfazit“ zog und das Zusammenwirken aller Beteiligten beim Bemühen um die Verbesserung der Wasserqualität lobte. Heppe sieht dieses Bemühen in engem Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz entlang der Werra.

Alexander Feiertag, Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses in Eschwege, geht auch davon aus, dass aus der angestrebten Anhebung des Wasserspiegels nichts wird, hofft hier aber auf einen Kompromiss, was den Umfang angeht: „Eventuell dürfen wir geringfügiger aufstauen.“ Er befürchtet negative Einflüsse auf die Wasserqualität durch den milden Winter.

Von Harald Sagawe

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