Unterrichtsbeginn in Wanfried und Sontra wird verschoben

Wegen des neuen Fahrplans: Schulen starten später

Sontra/Wanfried. Der ab Dezember gültige neue Fahrplan des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) hat Auswirkungen auf den Unterrichtsbeginn an zwei Schulen im Kreis. Betroffen sind die Regenbogenschule in Sontra und die Gerhart-Hauptmann-Schule in Wanfried.

Zwar verzögert sich an beiden Schulen der Beginn der ersten Stunde nur um zehn Minuten – anstatt um 8 Uhr, geht es ab dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember, um 8.10 Uhr los –, die Auswirkungen auf das Betreuungsangebot sind möglicherweise aber groß. „Wir betreuen von dem Moment an, wenn die ersten Kinder ankommen, bis zu dem Zeitpunkt, wenn die letzten Kinder in den Bus steigen“, sagt Silke Genzel, Schulleiterin der Regenbogenschule.

Das kann je nach Herkunft der Kinder pro Tag eine Dreiviertelstunde Unterschied bedeuten. Im Sontraer Fall kommen etwa die Schüler, die aus Richtung Hornel mit der Linie 260 fahren, um 7.37 Uhr an der Haltestelle Grundschule an. Dort treffen die Kinder aus Richtung Wichmannshausen erst um 8.08 Uhr ein. Am Mittag fahren letztere dann etwa zehn Minuten früher los. Ob das derzeitige Betreuungsangebot aufrechterhalten werden kann, ist noch offen.

„Wir hatten nach der vierten Stunde bislang eine Betreuungskraft, jetzt müssen wir möglicherweise aufstocken“, sagt Stephanie Stück, Leiterin der Gerhart-Hauptmann-Schule. Zunächst müsse man aber noch prüfen, wie viele der 180 Schüler betroffen seien.

Grund für die geänderten Fahrzeiten ist laut Steffen Müller, Personalchef und Pressesprecher des NVV, die Optimierung des Fahrplanes und die Senkung von Kosten. Zudem seien alle Änderungen in enger Absprache mit den Schulen erfolgt. Davon weiß man im Kreis nichts. „Wir hatten keine Wahl“, sagt Stück. Auch in Sontra sei man lediglich per E-Mail über die Neuerungen informiert worden, so Genzel.

Von Lasse Deppe

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