Wegen Terror: Eschweger Gymnasium sagt Klassenfahrt nach Paris ab

Eschwege. Die Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege hat eine Klasssenfahrt nach Frankreich aus Angst vor Terror abgesagt.

Das Eschweger Gymnasium verzichtet auf den in diesem Frühjahr geplanten Austausch mit der Partnerschule im Pariser Vorort Saint-Mandé. „Sobald auch nur ein Elternteil Probleme damit hat, kann und will die Schule eine solche Fahrt nicht durchsetzen“, erklärt Schulleiter Dr. Hans-Joachim Vock. Hinzu komme in diesem besonderen Fall, dass Schülerausflüge in die Pariser Innenstadt zurzeit von der französischen Regierung untersagt würden.  Und gerade die gehörten bei den Begegnungen der Friedrich-Wilhelm-Schule mit den Partnern in Saint-Mandé zum Programm. „Wir fahren nicht aufgrund der weiterhin bestehenden Terrorgefahr in Paris“, heißt es in einer Erklärung des Gymnasiums zum Verzicht auf die Reise. 

Und weiter: „Durch die Nähe Saint-Mandés zu Paris würden wir natürlich mit den Schülern Ausflüge in die Innenstadt unternehmen wollen.“ Auf jeden Fall würden die bestehenden Kontakte aber weiter gepflegt. Das geschehe im laufenden Schuljahr durch E-Mail-Kontakt und andere Medien.

Es gebe einen Briefaustausch mit den Lerngruppen der Klasse 6, eventuell werde ein Videoblog im Jahrgang 8 aufgebaut. Darüber hinaus finden auch einzelne private Besuche der Friedrich-Wilhelm-Schüler in Saint-Mandé statt. „Das ist aber etwas ganz anderes, weil hier individuell entschieden wird“, sagt Dr. Vock. Schulpartnerschaften und Austauschprogramme mit Bildungseinrichtungen in Frankreich pflegen eine ganze Reihe von Schulen im Werra-Meißner-Kreis – meist mit deutlich weniger Brisanz, weil die die Reiseziele in deutlichem Abstand zu Paris zu finden sind. „Wir fahren“, sagt deswegen auch Dr. Jörg Möller, Leiter der Rhenanusschule in Bad Sooden-Allendorf.

Wie andere Schulen im Kreis mit dem Thema umgehen, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der Werra-Rundschau.

Rubriklistenbild: © dpa

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