Wenig Festival-Müll im See

Taucherfreunde durchsuchten Werratalsee nach dem Open Flair

Eschwege. Auf Tauchkurs gingen am Dienstagabend drei Taucher im Werratalsee, um nach Müll und Gegenständen zu tauchen. „Wir wurden vom Open-Flair-Festival gebeten, mal unter Wasser nach dem Rechten zu schauen“, erklärt Dieter Ludwig, der selbst seit 15 Jahren im Arbeitskreis Open Flair aktiv ist und seit über zehn Jahren in seiner Freizeit taucht.

Konnten nur wenig Müll aus dem See holen: Dieter Ludwig (von links), Martin Zengerling und Heiko Sandrock waren am Dienstagabend unter Wasser. Doch viel gab es nicht zu entdecken, so blieb die Ausbeute mager (kleines Foto). Fotos: Berg

Tauchort war dabei der Bereich des Sees, der vor drei Wochen noch zum Gelände der Seebühne gehörte. Mit Tauchanzügen, Atemmasken und Lampen bewaffnet begaben sich Dieter Ludwig, Martin Zengerling und Heiko Sandrock bei 15 Grad und Nieselregel in den Werratalsee. „Im See ist es immerhin mit knapp 20 Grad wärmer als draußen“, scherzten die drei Taucher, die zu den Taucherfreunden Werra-Meißner gehören.

Die Algen-Situation im Werratalsee machte die Sicht für die Taucher schwierig, erst etwa 70 Zentimeter vor dem Grund lichteten sich die grünen Pflanzen und gaben etwas Sicht auf den Boden frei. Anders als vielleicht erwartet fanden die Taucher nur wenig Müll und Gegenstände im See: Einige Flaschen, eine Zeltstange und eine handvoll kaputte Sonnenbrillen war alles, was die Männer vom Grund des Sees bergen konnten. „Das meiste davon ist ganz sicher nicht vom Open Flair, die Flaschen zum Beispiel dürfen ja gar nicht mit aufs Gelände genommen werden und sind auch schon zu sehr mit Muscheln bedeckt, die liegen da definitiv schon länger“, so Martin Zengerling. Für sie ist so ein Tauchgang reiner Spaß und mal etwas anderes. „Wir haben so etwas schon öfters gemacht, auf der Schwebdaer Seite des Sees und im Meinhardsee zum Beispiel, fürs Open Flair war es der erste Einsatz dieser Art“, so Heiko Sandrock. An anderen Stellen konnten die Taucher bei Aktionen wie dieser schon ganz andere Gegenstände vom Seegrund bergen.

„Einmal haben wir ein ganzes Fahrrad im See gefunden“, erinnert sich Dieter Ludwig. Am Rand des Sees schwammen mehrere alte Brötchen und Brote, die scheinbar von Gästen des Sees entsorgt wurden und an denen auch die Enten kein Interesse hatten. „Das hat definitiv nichts mehr mit Entenfüttern zu tun“, waren sich die Taucher einig

Von Sonja Berg

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