Mietpreise im Landkreis sind leicht gestiegen

Partielle Wohnungsnot in Eschwege: Gute Wohnungen können in Zukunft teurer werden. Foto: nh

Werra-Meißner. Eine passende Wohnung im Landkreis zu finden, ist nicht so einfach. Es gibt zwar einige Leerstände, aber hauptsächlich nur in bestimmten Gebieten.

„Insgesamt gibt es keine Wohnungsnot in Eschwege, aber eine partielle in bestimmten Stadtteilen“, sagt Immobilienmakler Ernst Vosmer von der VR-Bank Werra-Meißner eG. Während es am Leuchtberg in Eschwege kaum Wohnungangebote gäbe, ständen am Heuberg viele Wohnungen leer.

Barrierefreiheit fehlt

Zu wenig gute Wohnungen und zu wenig barrierefreie Wohnungen gibt es nach Aussage von Vosmer in der Region. Die Wohnungen, die in einem einwandfreien Zustand sind werden in Zukunft teurer werden, die anderen bleiben leer stehen, meint der Immobilienmakler. Die Bereitschaft mehr für guten Wohnraum zu zahlen, werde wachsen.

Laut dem Internet-Immobilienportal Immonet betrug der Mietpreis im Werra-Meißner-Kreis im Jahr 2013 5,71 Euro pro Quadratmeter. 2012 lag der Preis bei 5,48 qm2. Die Ergebnisse wurden mit den durchschnittlichen Angebotspreisen, der bis Ende Oktober 2013 inserierten Wohnungen zwischen 60 und 120 Quadratmetern, ermittelt.

Vier Euro pro Quadratmeter beträgt die aktuelle Durchschnittsmiete in Eschwege, in Witzenhausen sind es nach Angaben der Nassauischen Heimstätte/ Wohnstadt 3,60 Euro. „Die Mieten im Werra-Meißner-Kreis werden sich moderat entwickeln, große Steigerungen sind nicht zu erwarten“, sagt Jens Duffner, Leiter der Unternehmenskommunikation der Nassauischen Heimstätte/ Wohnstadt.

Zur aktuellen Mietpreisentwicklung sagt Ulrich Siebald von der Sparkasse Werra-Meißner: „Die Mieten im Landkreis sind leicht gestiegen.“ Auch in Zukunft könnten sich die Mieten leicht erhöhen. Die Nachfrage an Qualitätswohnungen steige an. Viele werden jedoch meist schon „unter der Hand“ vergeben, meint Siebald. „Im Landkreis fehlt definitiv ein Angebot an hochwertigen Wohnungen.“

Von Franziska Kiele

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