Novelle

Steuerrecht: Dies ändert sich bei den Sachbezügen

Sachbezüge: Seit diesem Jahr gelten andere Regelungen für Lohnersatzleistungen. Foto: Markus Scholz/dpa

Eschwege- Die LBH-Niederlassung bietet kompetente Beratung in allen steuerrechtlichen Angelegenheiten, beispielsweise zu den Neuerungen bei Sachbezügen, die seit Anfang des Jahres gelten. 

Sachbezüge, also Einnahmen, die nicht in Geld bestehen, wie Wohnung, Kost, Waren, Dienstleistungen und sonstige Sachbezüge, bleiben bei der Ermittlung des Einkommens außer Ansatz, wenn deren Wert nach Abzug von Zuzahlungen des Arbeitnehmers, 44 Euro im Kalendermonat nicht übersteigt. Arbeitgeber nutzen diese monatliche Freigrenze gerne aus, um ihren Arbeitern und Angestellten, neben dem eigentlichen Bruttolohn, eine zusätzliche Entlohnung zukommen zu lassen. Durch eine steuerzahlerfreundliche Rechtsprechung war es bis Ende 2019 sogar möglich, dass der Arbeitnehmer den Sachbezug zunächst aus eigener Tasche bezahlte und sich dann von seinem Arbeitgeber erstatten lies. Diese unbürokratische Rechtsprechung hat der Gesetzgeber nun leider kassiert. 

Neuerung gilt ab diesem Jahr

Ab 2020 gehören zu den Einnahmen in Geld auch zweckgebundene Geldleistungen, nachträgliche Kostenerstattungen, Geldsurrogate und andere Vorteile, die auf einen Geldbetrag lauten. Damit ist zukünftig die Erstattung eines vom Arbeitnehmer verauslagten Sachbezuges, beispielsweise einer Tankquittung, nicht mehr als Sachbezug zu qualifizieren.

Limitierte Netze

Weiterhin begünstigt sind Gutscheine und Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren und Dienstleistungen verwendet werden können. Diese müssen aber auf limitierte Netze, auf limitierte Produktpaletten (z.B. Kinogutschein, Tankkarte) oder für bestimmte soziale oder steuerliche Zwecke, beschränkt sein.

Als ein „limitiertes Netz“ gilt hier beispielsweise eine Kaufhaus- oder Restaurantkette, aber auch Gutscheine oder Geldkarten, die nur zum Bezug von Waren in einem bestimmten räumlichen Bereich, wie zum Beispiel einer Shoppingmall oder in einem bestimmten Stadtgebiet (City-Karten) berechtigen. Weitere Beispiele und Details, können über die Internetseite der Bafin (bafin.de) eingesehen werden.

Keine Barauszahlung

In jedem Fall schädlich ist es, wenn man den (Rest-)Wert des Gutscheins oder der Geldkarte in Bar oder Buchgeld ausgezahlt bekommen kann.

Für die begünstigen Gutscheine und Geldkarten ist die 44 Euro-Freigrenze zudem nur noch dann anzuwenden, wenn diese zusätzlich zum ohnehin vertraglich geschuldeten Arbeitslohn überlassen werden. Arbeitgeber die ihren Arbeitnehmern Sachbezüge gewähren, müssen diese überprüfen, wenn die Steuerfreiheit weiterhin erhalten werden soll. 

Kontakt zur LBH

Bei allen Fragen rund um das Thema Steuern steht das kompetente Team der LBH Steuerberatungsgesellschaft mbH, Niederlassung Eschwege gerne an Ihrer Seite. Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer 0 56 51/7 47 80 oder hier

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