Miniatur-Schatz mitten im Wald

Mühlbachstälchen: der 16. "Stadtteil"von Waldkappel ist ein Modelldorf

Meine Heimat im Fokus: So sah das Mühlbachstälchen damals aus. Foto: Privat/nh

Ein kleines Dörfchen, mitten im Wald - Das Mühlbachstälchen im Waldkappeler Waldpark ist einen Besuch wert. 

In den 1930er Jahren enstand mitten im Waldkappeler Waldpark ein wahres Kleinod: in detailgetreuer empfanden Bürgerinnen und Bürger aus Waldkappel ein Miniaturdorf im Modellformat im Mühlbachstälchen nach.

Nach 1945 vergessen: in 2017 wieder neu aufgebaut

Nach den Nachkriegswirren des Zweiten Weltkriegs geriet das Modelldorf in Vergessenheit und wurde nicht weitergepflegt. Schade, denn so ein Miniatur-Schatz mitten im Wald ist sicherlich ein seltenes Gut. Das dachte sich auch die Gruppe "Lokales Bündnis für Familie in Waldkappel- familenfreundliches Lebensumfeld" und hat die Kirche, Häuser und Mühlen als Miniaturausgaben im Mühlbachstälchen wieder aufgebaut. Der „16. Stadtteil“ von Waldkappel ist wieder sichtbar und kann besucht werden. Auch der vorhandene kleine See wurde ausgebaggert, um genügend Wasser für die zwei zu „betreibenden Mühlen“ in Bewegung zu setzen. Gleichzeitig wurde in diesem Bereich der Aufgang des Premiumwanderweges P17 mit neuen Stufen und einem Handlauf versehen. 

April 2017: Mutwillig zerstört

Nicht nur die Verantwortlichen des Lokalen Bündnisses für Familien in Waldkappel waren sprachlos. Nein viele Bürger, die das Mühlbachstälchen, die Miniatur-Stadt im Waldkappeler Waldpark, mal wieder besichtigen wollten, zeigten sich entsetzt. Bisher noch unbekannte Täter haben in der Woche vom 22. bis 30. April Teile des Kunstwerks mutwillig zerstört. „Das waren keine Kinder, die nur mal gespielt haben“, heißt es bei der Stadt. Hier sei jemand bewusst ans Werk gegangen. Von der Kirche wurde die Turmspitze entfernt, von einem Gebäude der Burg das Dach, das Ortsschild samt Betonblock aus der Erde gerissen, die Informationstafel und das Geländer am Teich zerstört und auch noch eine Bank in den angestauten Teich geworfen. „Die Bilder sprechen für sich. Warum tut man so etwas? Es ist davon auszugehen, dass es sich bei diesen Zerstörern um Jugendliche aus Waldkappel handelt! Die Täter müssen über gute Ortskenntnisse verfügt haben“, heißt es weiter. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare