Land gibt Fördermittel frei – 50 Millionen in zehn Jahren

Werra-Meißner: Geteiltes Echo in den Kommunen zur Schwimmbäder-Förderung

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Werra-Meißner. Um die hessische Bäderlandschaft zu erhalten, gibt es ab dem kommenden Jahr insgesamt 50 Millionen Euro vom Land Hessen. Unter den Betreibern im Werra-Meißner-Kreis sorgt diese Ankündigung für ein geteiltes Echo.

In den Bädern im Kreis besteht ein Sanierungsstau von mehreren Millionen Euro. Viele Fragen seien aktuell noch unbeantwortet, beklagen die Kommunen.

Andreas Nickel, Sprecher der Bürgermeister und mit dem Panoramabad in Großalmerode selbst betroffen, bedauert, dass erst ein Förderprogramm aufgelegt werden musste. „Das Land müsste die Kommunen finanziell so ausstatten, dass sie die Probleme selbst bewältigen können“, sagt er. Alleine in Großalmerode belaufe sich der Investitionsstau auf rund 1,1 Millionen Euro. Mit dem Geld des Landes könnten pro Jahr etwa zehn Bäder von dem Förderprogramm bezuschusst werden. „Das Geld wird voraussichtlich nicht ausreichen, um den hessenweiten Sanierungsbedarf zu decken“, sagt Nickel.

Die Stadt Wanfried begrüßt das Förderprogramm grundsätzlich. „Es ist ein guter Anfang, weitere Mittel werden jedoch notwendig sein“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard. In Wanfried müsste beispielsweise ein neues Becken aus Edelstahl angeschafft werden. Kosten auch hier: mehrere Hunderttausend Euro. 

Im Erlebnisbad in Sontra, das als eines der modernsten im Kreis gilt, nagt inzwischen ebenfalls der Zahn der Zeit. Die Pumpen könnten nach 20 Jahren jederzeit ausfallen. Jahr für Jahr investiert die Stadt über eine Viertelmillion Euro fast ausschließlich in die Instandhaltung des Bades. In Eschwege plant die SPD, das Förderprogramm zu nutzen, um das Freibad wieder aufbauen zu lassen.

Als „überaus positive Nachricht“ bewertet der Vorsitzende des Sportkreises das Förderprogramm. „Schwimmbäder haben eine herausragende Bedeutung für den Sport und besonders für den Schulsport“, sagt Siegfried Finkhäuser. 

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