Forderungen erarbeitet und Masterplan erstellt

Landei 2020: Ganz wichtig ist den Jugendlichen die Mobilität

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Die Jugendlichen diskutieren mit Landrat Stefan Reuß sowie den Bürgermeistern Thomas Eckhardt und Friedel Lenze über die erarbeiteten Forderungen der Jugendlichen. 

1200 Jugendliche aus dem Werra-Meißner-Kreis wurden im Projekt "Landei 2020" zu ihren Ideen zum Leben in der Region befragt - jetzt wurden die Ergebnisse präsentiert.

Ein Jahr lang wurden Jugendliche im Werra-Meißner-Kreis nach ihren Verbesserungswünschen und Ideen für das Leben von Jugendlichen in der Region gefragt. Am Freitagabend fand im E-Werk die Abschlussveranstaltung zu „Landei 2020 – Nichts für uns ohne uns“ statt, bei der einige der beteiligten Jugendlichen die erarbeiteten Forderungen vorstellten und mit Landrat Stefan Reuß sowie den Bürgermeistern Thomas Eckhardt und Friedel Lenze diskutierten.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 1200 Jugendliche im Kreis bei Veranstaltungen und in Online-Fragebögen befragt. Koordiniert wurden die Veranstaltungen vom Verein für Regionalentwicklung mithilfe vieler Akteure aus der Jugendarbeit und der Jugendförderung. Nach den genannten Antworten wurden dann Forderungen erarbeitet, die jetzt nach der Podiumsdiskussion in einem Masterplan festgehalten und in die Politik gegeben werden sollen.

„Der erarbeitete Masterplan soll eine Art Handlungsempfehlung für die Politik sein, damit sie besser sehen kann, was für die Jugendlichen im Kreis wichtig ist“, erklärte Sabine Wilke vom Verein für Regionalentwicklung.

Häufigster Wunsch der Jugend: Ein Nachtbus

Am häufigsten wünschten sich die Jugendlichen einen Nachtbus, der sie von der Disco nach Hause bringt, sowie bessere Verbindungen innerhalb des Kreises. Landrat Stefan Reuß wies an dieser Stelle auf das Fifty-fifty-Taxi hin, bei dem Jugendliche nur die Hälfte des Taxipreises bezahlen müssen. Die anderen fünfzig Prozent der Kreis übernimmt. „Wir wollen das Fifty-fifty-Taxi in Zukunft besser bewerben und Probleme angehen, sodass die Jugendlichen damit besser nach Hause kommen können“, so Reuß nach der Diskussion. Ebenfalls forderten die Jugendlichen ein kostenfreies Hessenticket für alle Schüler und Auszubildenden, ohne dabei nach dem Wohnort zu unterscheiden. „Am Hessenticket und an den Bedingungen müssen wir definitiv arbeiten, hier müssen alle gleich behandelt werden, da habt ihr mich voll und ganz auf eurer Seite“, kommentierte Stefan Reuß.

Veranstaltungs-App, selbstverwalttete Jugendräume und Ausbau des öffentlichen W-Lans

Weiter wünschten sich die Jugendlichen eine App, mit der sie über alle Veranstaltungen im Kreis, auch von anderen Jugendgruppen und Vereinen, informiert werden und mit der sie untereinander kommunizieren können. Weitere wichtige Themen für die Jugendlichen waren selbstverwaltete Räume in allen Kommunen, besserer Ausbau des öffentlichen W-Lan und mehr Unterstützung durch die Kommunen.

Im anschließenden Gespräch berichteten die Jugendlichen begeistert von der Diskussion. „Es ist total toll, wenn man mal gehört wird und man mal mit dem Landrat über die Belange der Jugendlichen reden kann und dabei ernst genommen wird“, so Caroline Heckmann. „Wir haben die Hoffnung, dass jetzt etwas von unseren erarbeiteten Punkten umgesetzt wird und es in Zukunft besser wird“, fügte Margarethe Schädel an. Ebenfalls spannend für die Jugendlichen war es zu sehen, was es in anderen Kommunen bereits gibt, wie etwa in Sontra einen Runden Tisch für die Belange von Kindern und Jugendlichen. „Mobilität ist das Thema, das für die meisten am wichtigsten ist, und auch die App wäre sehr wichtig“, erklärte Calvin Wallstein. sb

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