Werra-Meißner: Kosten für Trinkwasser haben sich kaum erhöht

Werra-Meißner. Die Trinkwasserpreise sind in den vergangenen fünf Jahren im Werra-Meißner-Kreis kaum gestiegen.

Das ergeben Recherchen dieser Zeitung und Auswertungen des Statistischen Landesamtes Hessen. Allerdings haben einige Kommunen in dieser Zeit Grund- oder Systemvorhaltegebühren eingeführt.

Nach Auskunft der Städte und Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis haben sich die Kosten für den Kubikmeter Wasser zwischen 2010 und 2016 um etwa dreieinhalb Cent erhöht. Bei 2,145 Euro lag der Preis vor sechs Jahren im Schnitt, heute zahlt man etwa 2,18 Euro für den Kubikmeter. Neun von 16 Kommunen im Werra-Meißner-Kreis verlangen darüber hinaus noch Grundgebühren. Berkatal, Eschwege, Herleshausen, Waldkappel, Meinhard und Witzenhausen haben diese zusätzlichen Zahlungen erst in den vergangenen drei Jahren eingeführt. Sie betragen zwischen 4,28 Euro (Berkatal) und 6,83 Euro (Witzenhausen).

Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes, die der Zeitungsdienst Südwest ausgewertet hat, lag der durchschnittliche Preis pro Kubikmeter im vergangenen Jahr einen Cent höher als noch 2010. Das entspricht 77,5 Prozent des Spitzenpreises. Den muss man im baden-württembergischen Hohenlohekreis zahlen. Hier kostet der Kubikmeter 3,15 Euro. Damit belegt der Werra-Meißner-Kreis Platz 385 von 404 ausgewerteten Kommunen. Am günstigsten ist Trinkwasser im Kreis Lüchow-Dannenberg. Hier kostet Leitungswasser im Schnitt nur 69 Cent pro Kubikmeter.

Für eine vierköpfige Familie mit einem angenommenen Verbrauch von 150 Kubikmetern sind die Wasserkosten in Meißner am günstigsten. 247,50 Euro würde hier die Familie pro Jahr zahlen. In Neu-Eichenberg wären es 252 Euro. Am teuersten ist Wasser in Hessisch Lichtenau. Hier kostet die gleiche Menge Wasser 511,50 Euro.

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