Unnötige Störungen vermeiden

Werra-Meißner-Kreis: Flugzeugführer sollen mehr Rücksicht auf Vögel nehmen

Störte den Kranichschwarm: Am 19. Oktober flog ein Motorsegler über der Kreisstadt in der Nähe der Zugvögel und irritierte die Tiere. Foto: Dieter Harmuth /nh

Auf der Reise in den Süden sind Zugvögel Gefahren ausgesetzt. Der Kreis-Vogelbeauftragte Wolfram Brauneis bittet daher gerade Flugzeugführer um eine besondere Rücksichtnahme der Vögel.

Eschwege. Flugzeugführer aus dem Werra-Meißner-Kreis sollen mehr Rücksicht auf Vögel nehmen – dies fordert der Kreis-Vogelbeauftragte Wolfram Brauneis mit Nachdruck. Als konkreten Anlass nennt er einen Vorfall vom 19. Oktober, der ihm gemeldet wurde. „Ein Motorsegler hat an diesem Tag den Zug von Kranichen über Eschwege gestört und erheblich irritiert“, sagt Brauneis. Dies müsse aus verschiedenen Gründen als eine unverantwortliche Störung gesehen und deshalb abgelehnt werden – auch im Interesse der Flugzeuginsassen, betont Brauneis.

Zugvögel – und da insbesondere Kraniche – seien laut dem Vogelschutzbeauftragten auf ihrem Weg in die südlichen Überwinterungsgebiete und wieder zurück in die Brutareale einer vielfachen Palette von Störungen ausgesetzt. „Viele der Tiere kommen dabei um, ganz abgesehen von Fang und Abschuss in Ländern, wo gegen diesen Frevel nicht mit aller Macht dagegen vorgegangen wird“, sagt Brauneis. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass zu allen Gefahren nicht noch weitere negative Faktoren dazukommen. Der Kreisbeauftragte bittet auch die Flugverantwortlichen in Eschwege, im Werra-Meißner-Kreis und darüber hinaus, mit Flugzeugführen von Privatmaschinen zu sprechen und zu diskutieren sowie auf die Gefahren durch ein solches Verhalten für Mensch und Vogel hinzuweisen. (dir)

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