Kreis bringt für Jugend Masterplan auf den Weg 

Der Werra-Meißner-Kreis will Vorreiter in sachen Jugend in Hessen werden. Den Masterplan dazu hat er schon. 

Werra-Meißner.Die Jugendlichen von heute sind die Verantwortungsträger von morgen. Dieser Verantwortung ist sich der Werra-Meißner-Kreis bewusst und hat den „Masterplan Jugend“ auf den Weg gebracht. Einstimmig haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Soziales und Integration des Kreistags am Freitagmorgen dafür ausgesprochen, eine Vorreiterrolle in Hessen einzunehmen und die politischen Weichen für den bislang einmaligen Beteiligungsprozess zu stellen.

Strategie im Umgang mit Jugendthemen

„Mit dem Votum für den ,Masterplan Jugend’ wird künftig eine abgestimmte Strategie zum Umgang mit Jugendthemen möglich sein“, sagte Landrat Stefan Reuß. Der „Masterplan Jugend – Landei 2020“ ist ausdrücklich nicht als Handlungsanweisung zu verstehen, sondern als Impuls für die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Bildung und Sozialem mit Jugendlichen in der Gestaltung des ländlichen Raums. Niedergeschrieben sind darin konkrete Forderungen der Heranwachsenden zu Bereichen wie der Digitalisierung, zur Mobilität, Freizeit und Zukunft.

Zwei Jahre hat Erarbeitung des Planes gebraucht

Erarbeitet worden ist der Masterplan über einen Zeitraum von rund zwei Jahren unter Federführung der Jugendförderung des Werra-Meißner-Kreises. Beteiligt wurden unter anderem der Kreisjugendring und der Kreisschülerrat, die Jugendarbeiter, Kulturschaffenden und Vereinsfunktionäre. „Seit dem Startschuss mit der Jugendkonferenz im März 2018 ist viel passiert“, führte Diplom-Sozialpädagoge Kai Siebert aus: An quantitative Befragungen via Internet schlossen sich thematische Workshops an; Interviews wurden mit Unterstützung der Universität Marburg geführt, in Gesprächsrunden tauschten sich die Jugendlichen immer wieder aus.

Ein kurzfristiges, aus dem „Masterplan Jugend“ erwachsenes Ziel sei nun die Entwicklung einer App, mithilfe derer sich die Jugend des Kreises besser vernetzen könne, sagt Diplom-Sozialpädagoge Armin Bahl.

In seiner nächsten Sitzung am Montag, 17. Februar, in der Stadthalle Eschwege entscheidet der Kreistag Werra-Meißner darüber, ob er der Empfehlung des Ausschusses folgt. 

Digitalisierung als Arbeitsfeld 

Ziel des „Masterplans Jugend“ ist es, gemeinsam einen Fahrplan zu erarbeiten, wie das Aufwachsen für Jugendliche im Kreis besser gestaltet werden kann. Dazu wünschen sich die Jugendlichen unter anderem den stärkeren Einzug der Digitalisierung in die Schulen, eine Kultur des Anerkennens für ihr ehrenamtliches Engagement, konkrete Ansprechpartner in den Kommunen für Jugendbelange und das kostenfreie Hessenticket für alle Schüler und Azubi.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare