Vorgehen aber nicht ausgeschlossen

Werra-Meißner: Niedrigzinsen  - Banken kündigen Sparverträge noch nicht

+
Die Zinsen sind niedrig und belasten die Banken: Einige Kreditinsitute haben deshalb bereist Sparverträge gekündigt - die Banken im Werra-Meißner-Kreis gehen diesen Schritt noch nicht.

Noch wollen die Banken im Werra-Meißner-Kreis wegen der Niedrigzinsen keine Sparverträge kündigen - doch ausgeschlossen ist das für die Zukunft nicht.

  • Die Zinsen sind niedrig und belasten die Banken und Geldinstitute.
  • Einige Banken haben deshalb bereits Sparverträge gekündigt.
  • Die Banken im Werra-Meißner-Kreis gehen diesen Schritt noch nicht.

Werra-Meißner - Niedrigzinsen belasten Banken und Geldinstitute seit Jahren. Gleichzeitig sind die Deutschen Meister im Sparen, seien es Sparbücher oder Prämiensparverträge. Gerade letztere Sparform war jahrelang Verkaufsschlager der Sparkassen, wie das Magazin „Test“ berichtet.

Einige Banken haben bereits Sparverträge mit hohen Prämien gekündigt

Neben Zinsen bekommen die Kunden dabei jährliche Prämien. Nun würden diese Sparverträge bei Erreichen der höchsten Prämienstufe durch die Banken gekündigt. Ein Vorgehen, das im Mai 2019 durch ein Urteil des Bundesgerichtshofs bestätigt wurde.

Sparer im Kreis sind von Kündigungen bisher gefeit, wie eine Umfrage unserer Zeitung unter lokalen Geldinstituten zeigt. Sowohl Christoph Lippok, bei der Sparda-Bank zuständig für Unternehmenskommunikation, als auch sein Kollege Florian Hartleib von der VR-Bank Mitte erklären, dass es keine Kündigungen von Ansparplänen (Sparda-Bank) und Bonussparverträgen (VR-Bank) gab und dies auch nicht geplant sei.

Ausgeschlossen sind Kündigungen von Sparverträgen für die Zukunft nicht

Lutz Römer, Sparkasse Werra-Meißner.

Lutz Römer, Leiter Unternehmensentwicklung der Sparkasse Werra-Meißner schreibt, dass bisher keine Kündigungen für Verträge, die die höchste Prämie erreicht haben, ausgesprochen wurden. Sie „können das aber für die Zukunft nicht ausschließen“. Konkrete Zahlen, wie viele Verträge davon betroffen wären, gibt es laut Römer noch nicht.

Damit die Banken immer genügend Geldreserven, sogenannte Sichteinlagen, haben, parken sie Geld unter anderem bei der Europäischen Zentralbank (EZB) oder der DZ Bank. Das Problem: Hier werden Negativzinsen fällig. Die Sparda-Bank hat „aufgrund der hohen Mittelzuflüsse im Kundengeschäft über die Mindestreserve hinaus Gelder bei der DZ Bank angelegt, für die Negativzinsen zu entrichten sind“, berichtet Lippok. Auf das Jahr gerechnet sei dies ein mittlerer sechsstelliger Betrag für die Sparda-Bank Hessen.

Die VR-Bank „unterhält bei der EZB Beträge im Rahmen der aktuellen Mindestreserveanforderungen“, sagt Hartleib. Die Pflicht für eine Mindestreserve bei ihrem Spitzeninstitut, der DZ Bank, hat die VR-Bank nicht. Sie hält hier, wenn nötig, Geld für die Gesamtliquidität, so Hartleib.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare