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Der Werra-Meißner-Kreis profitiert sozial und finanziell von Europa

Werra-Meissner. Der Landkreis profitiert mehr von Europa, als landläufig bekannt ist. Das wurde jetzt während der Sonntag zu Ende gehenden Europawoche deutlich.

Allein aus dem Förderprogramm Leader erhält der Werra-Meißner-Kreis in dieser Förderperiode 2,1 Millionen Euro, berichtet Sabine Wilke vom Verein für Regionalentwicklung.

Europa-Staatsminister und Bundestagsabgeordneter Michael Roth (SPD) betonte neben den wirtschaftlichen Vorteilen auch die „Wertegemeinschaft“ der EU, die allen Menschen offenstehe, die sich zu Menschenrechten, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit bekennen. „Unsere Partnerländer in der EU sind die wichtigsten Absatzmärkte für unsere exportorientierte Wirtschaft in Nordhessen“, erklärte Roth. Wohlstand und Stabilität in anderen EU-Mitgliedstaaten sicherten viele Arbeitsplätze in der Region. „Europa war, ist und bleibt unsere beste Lebensversicherung in Zeiten der Krise“, sagte Roth.

Immer wieder kommt der Verweis auf die Millionenbeträge, die aus Fördertöpfen wie Efre und Leader sowohl in die Infrastruktur als auch in die regionale Entwicklung fließen. „Von 2007 bis 2013 bekamen wir 1,7 Millionen zugesichert, haben letztlich aber 2,8 Millionen Euro erhalten. Auch dieses Mal kann sich die Summe durch zusätzliche Leader-Projekte erhöhen“, erklärt Wilke. Für Existenzgründungen, Tourismus oder regionale Produkte kamen so 265 000 Euro an Zuschüssen im Jahr 2016 an, Lebensqualität (Demografieprojekte) wurde mit 105 000 Euro sowie Kultur und Bildung mit 17 000 Euro binnen zwölf Monaten gefördert. „Europa wirkt also auch hier vor Ort“, sagt Wilke.

Auch die Landwirtschaft profitiere erheblich von den Subventionen aus Brüssel. Knapp elf Millionen Euro an Agrar-Hilfe sind im Vorjahr an Landwirte im Werra-Meißner-Kreis geflossen. Nach Informationen des Werra-Meißner-Kreises ging das Geld an insgesamt 952 Betriebe. (kai/flk/ts)

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