Haushaltsüberschuss mit großer Anstrengung 

Werra-Meißner-Kreis stellt Haushaltsentwurf 2020 vor: Millionen für Schulgebäude

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Investitionen in die Zukunft: 7,1 Millionen Euro gibt der Werra-Meißner-Kreis 2020 für seine Schulgebäude aus. In Wanfried (Foto) wird beispielsweise ein gemeinsamer Schulcampus für Grund- und Gesamtschule gebaut. 

Landrat Stefan Reuß hat am Montag den Haushalt des Werra-Meißner-Kreises für 2020 vorgestellt. 4,1 Millionen Euro Überschuss will der Kreis im kommenden Jahr erwirtschaften. 

Landrat Stefan Reuß hat am Montag den Haushalt des Werra-Meißner-Kreises für das Jahr 2020 vorgestellt. 

„Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zum Haushaltsausgleich konnten nur mit großen Anstrengungen gelingen“, sagte Reuß gegenüber dem Plenum. Im Finanzausschuss wird das Zahlenwerk jetzt diskutiert. 

Die wichtigsten Zahlen des Haushaltsentwurf im Überblick:

4,1 Mio. Euro beträgt der geplante Überschuss für das kommende Haushaltsjahr. Einnahmen von 163 Millionen Euro stehen Ausgaben von rund 159 Millionen Euro gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine leichte Verschlechterung.

8,6 Mio. Euro höher ist die Kreisumlagegrundlage gegenüber dem Vorjahr. Das ist eine Verbesserung von 3,3 Millionen Euro. Die Kreisumlage ist ein fester Bestandteil der Einnahmen im Kreishaushalt und wird von den Kommunen im Kreis finanziert. Höhere Einnahmen bedeuten, dass es den Städten und Gemeinden im Kreis ebenfalls besser geht.

8,7 Mio. Euro Kredite wird der Werra-Meißner-Kreis im nächsten Jahr aufnehmen. Damit sollen die Investitionen finanziert werden.

84 Millionen Euro an Investition sind bis 2023 vorgesehen

32,1 Mio. Euro an Schlüsselzuweisungen bekommt der Kreis im nächsten Jahr. Die Schlüsselzuweisung ist eine weitere elementare Einnahmequelle für einen Landkreis. Sie kommt vom Land und ist ein Mittel des kommunalen Finanzausgleichs.

39 Schulen gibt es im Werra-Meißner-Kreis. Für sie ist der Landkreis als Schulträger verantwortlich und muss sie ausstatten und die Gebäude unterhalten. Auch hier bekommt der Kreis Geld von den Städten und Gemeinden im Landkreis. 

Die Schulumlage wurde jetzt um 0,5 Prozentpunkte gesenkt. Die Umlagegrundlage ergibt sich aus der Steuerkraft und den Schlüsselzuweisungen der Gemeinde. Jede Gemeinde zahlt hier 15,83 Prozent.

84 Mio. Euro an Investitionen sind bis zum Jahr 2023 vorgesehen. Größter Nutznießer ist hier der Fachbereich Bauen. 2020 werden hier wohl 7,3 Millionen Euro ausgeben. 2021 und 2022 kommen noch mal 18,9 bzw. 15,3 Millionen Euro dazu. 

In diesen Summen ist beispielsweise die Finanzierung des neuen Kreishauses am Eschweger Schlossplatz enthalten. Rund 7,1 Millionen Euro werden in die Schulen investiert. 

An der Kesperschule in Witzenhausen gibt es einen Neubau, die Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege bekommt einen neuen Naturwissenschaftsbereich und in Wanfried wird ein neuer Schulcampus zur gemeinsamen Nutzung von Grund- und Gesamtschule errichtet.

Auch in den Straßenbau wird im Werra-Meißner-Kreis investiert

Außerdem werden im nächsten Jahr rund zwei Millionen Euro in den Straßenbau investiert. „Wir wollen den Nachholbedarf bei Kreisstraßen und Bauwerken ein kleines Stück vermindern“, sagt Reuß.

740 000 Euro wird in den Breitbandausbau in Nordhessen investiert. Noch in diesem Monat sollen die Tiefbauarbeiten in den fünf nordhessischen Kommunen abgeschlossen werden. 

Die Netcom geht davon aus, dass alle Haushalte bis zum zweiten Quartal 2020 an das schnelle Internet angeschlossen sein könnten.

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