Landrat Stefan Reuß kritisiert die Kassenärztliche Vereinigung

Werra-Meißner-Kreis sucht Rezept gegen Arztmangel

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Eschwege. Landrat Stefan Reuß reagiert auf die neuen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KV) zur Zukunft der Arztversorgung auf dem Land (wir berichteten) und übt Kritik an Bund, Land und KV.

Grund: Vor allem die KV habe laut Reuß zu lange argumentiert, dass statistisch gesehen im Werra-Meißner-Kreis kein Arztmangel drohe, da die Bevölkerung stetig weniger werde. „Übersehen wurde aber, dass gleichzeitig mit dem demographischen Wandel die Bevölkerung im Kreis immer älter wird und dann wiederum mehr ärztliche Versorgung und auch Hausbesuche benötigt“, sagt Reuß.

Die sei aber in den Bedarfsplänen nicht berücksichtigt worden. Die Kommunalpolitik habe das Problem hingegen frühzeitig erkannt und arbeite bereits seit 2008 intensiv an einer Lösung, heißt es in einer Pressemitteilung von Reuß. Seit 2008 seien bereits zwei Fachforen veranstaltet worden. „Dank der intensiven Auseinandersetzung mit dem demographischen Wandel, hat der Werra-Meißner-Kreis auch beim Thema Ärztemangel eine Vorreiterrolle“, sagt Reuß.

Seit April ist der Kreis einer von vier Modellregionen „Regionales Gesundheitsnetz“, die vom Land Hessen gefördert werden. In diesem Projekt soll die ärztliche Versorgung durch Beteiligung aller Akteure zukunftssicher gemacht werden. (dir)

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